Öffentliche Schulden gestiegen

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Die Kommunen bauten drei Milliarden Euro Schulden ab, der Bund 0,5 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum stieg die Verschuldung in den Ländern um 17,2 Milliarden Euro an. (Foto: Bruno Glätsch, pixabay.com)

Bund, Ländern und Kommunen waren zum Ende des 3. Quartals 2019 mit 1,9 Billionen Euro verschuldet. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stieg der Schuldenstand damit gegenüber den Jahresergebnissen 2018 um 0,7 Prozent beziehungsweise 13,7 Milliarden Euro.

Mit Ausnahme der Länder haben alle Ebenen des Öffentlichen Gesamthaushalts ihre Schulden verringern können. Ende September 2019 war der Bund mit 1,2 Billionen Euro verschuldet. Damit war die Verschuldung um 0,5 Milliarden Euro geringer als zum Jahresende 2018.

Bei den Kommunen verringerten sich die Schulden im gleichen Zeitraum um 2,2 Prozent beziehungsweise drei Milliarden Euro auf 129,8 Milliarden Euro. Die Entwicklung war dabei sehr unterschiedlich: In den Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern stiegen die Schulden um 5,3 Prozent, in Schleswig-Holstein um 2,4 Prozent und in den hessischen Kommunen um 0,5 Prozent. In allen anderen Bundesländern konnten die Kommunen ihre Schulden abbauen, dabei besonders stark in Brandenburg und Baden-Württemberg (jeweils minus sieben Prozent), Niedersachsen (minus 4,4 Prozent) und Sachsen (minus 4,2 Prozent).

Bei der Sozialversicherung gab es gegenüber dem Jahresende 2018 einen Rückgang des Schuldenstands um rund vier Millionen Euro (minus drei Prozent).

Schulden der Länder steigen um 17,2 Milliarden Euro

Die Länder waren zum Ende des 3. Quartals 2019 mit 587,8 Milliarden Euro verschuldet. Die Schulden stiegen damit um drei Prozent beziehungsweise 17,2 Milliarden Euro gegenüber dem Jahresende 2018 an. Auch hier verlief die Entwicklung in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich: In Bremen stiegen die Schulden um 42,8 Prozent, in Sachsen-Anhalt um 8,2 Prozent und in Nordrhein-Westfalen um 4,4 Prozent. Rückgänge der Schuldenstände gab es in Sachsen (minus 15,6 Prozent), Bayern (minus acht Prozent) und Hamburg (minus 3,5 Prozent).

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