Erste OZG-Leistung geht online

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Seit Ende Dezember ist die erste OZG-Leistung online verfügbar. Das digitale Wohngeld wurde im Kieler Rathaus freigeschaltet. (Foto:BS/Landeshauptstadt Kiel/Sabine Strachalla)

Ende des vergangenen Jahres wurde im Kieler Rathaus das erste Pilotprojekt einer Leistung im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG) freigeschaltet, die konkret für den Bürger nutzbar ist. Ab sofort können Bewohner von Schleswig-Holstein auf digitalem Wege ihren Wohngeldantrag bearbeiten und abschicken.

Das entsprechende Pilotverfahren wurde vom Digitalisierungsminister des Landes Schleswig-Holstein, Philipp Albrecht, sowie dem für den Bereich Wohnen zuständigen Innenminister Hans-Joachim Grote freigeschaltet. Der im Rahmen der OZG-Umsetzung entwickelte Dienst soll als Pilot zunächst neben Kiel auch in den weiteren Städten Flensburg, Lübeck, Neumünster, Pinneberg und Reinbek anlaufen. Im Laufe der kommenden Monate soll der Dienst zudem von einer Reihe von weiteren Bundesländern übernommen werden.

Das Wohngeld unterstützt auf bundesweiter Ebene jährlich etwa 592.000 Haushalte mit geringem Einkommen bei den Wohnkosten; nach der Wohngeldreform 2020 werden es sogar rund 660.000 Haushalte sein.

Der Online-Antrag ist entsprechend den Vorgaben aus dem OZG besonders nutzerfreundlich und effizient gestaltet worden. So gibt es Hilfstexte mit Erklärungen, der Antrag ist übersichtlich gestaltet und die verwendete Sprache ist einfach und klar formuliert. Die Antragsdaten werden komplett online eingegeben und alle nötigen Nachweise hochgeladen. Anschließend wird der fertige Antrag digital an die zuständige Wohngeldbehörde übermittelt.

Minister Grote zeigt sich daher auch stolz, “so ein gutes Zwischenergebnis vorweisen zu können. Der gesamte Prozess wurde stark vereinfacht und nutzerfreundlicher gestaltet. Bislang haben in Schleswig-Holstein viel zu wenige Berechtigte Wohngeld beantragt. Der Online-Antrag senkt nun die Hürden der Antragstellung für Wohngeldberechtigte.” Der digitale Wohngeldantrag wurde in einem von mehr als 30 Digitalisierungslaboren erarbeitet, die die insgesamt 575 Verwaltungsleistungen bis Ende 2022 in die digitale Welt bringen sollen.

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