Erhebliche Übermittlungsprobleme

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Geoinformationen werden bisher nur unzureichend an die Feuerwehr (Foto) weitergegeben und übermittelt. (Foto: BS/Tobias Dietz, www.pixelio.de)

Nahezu alle Informationen, die sich in der Verfügungsgewalt der öffentlichen Verwaltung befinden, weisen einen örtlichen Bezug auf. Egal ob Bebauungspläne, Angaben zu Leitungsnetzen oder Stadtkarten: bei allen von ihnen handelt es sich um Geoinformationen. Diese liegen zwar in aller Regel in den Kommunen vor, werden aber nur in sehr geringem Ausmaß an die Feuerwehren vor Ort oder die Katastrophenschutzeinheiten weitergegeben. Hier ist noch viel Luft nach oben.

Das findet auch Sven Dunkel. Der Brandoberamtsrat ist bei der Branddirektion Frankfurt am Main Sachgebietsleiter Nachrichtentechnik und elektrotechnischer Brandschutz. Er plädiert diesbezüglich für Festlegungen, wie diese Geoinformationen künftig zielgerichteter als bisher fließen und in welchem Datenformat sie vorliegen sollen.

Denn momentan gebe es bei der Übermittlung, sofern sie überhaupt stattfinde, noch große Schnittstellenproblematiken. Insbesondere wenn es zu Einsätzen außerhalb der eigenen Gemeindegrenzen komme. Deren Zahl werde perspektivisch jedoch immer weiter zunehmen. Damit würden sich auch die Schnittstellenschwierigkeiten verstärken, prognostiziert der Sachgebietsleiter für Nachrichtentechnik. Gleiches gelte mit Blick auf den Auf- und Ausbau des 5G-Netzes hierzulande, so Dunkel. Zudem könne der notwendige Pflegeaufwand der Geodaten durch die Einbindung vorhandener Datenbestände minimiert werden. Dies würde den knapper werdenden Personalressourcen der Feuerwehren entgegenkommen.

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