Innenministerium Niedersachsen bekommt IT-Stabsstelle

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Das neue IT-Stabsstelle soll im niedersächsischen Innenministerium in Hannover angesiedelt werden. (Foto: BS/falco/www.pixabay.com)

Die Landesregierung von Niedersachsen hat in dieser Woche die Einrichtung einer Stabsstelle „CIO und IT-Bevollmächtigte beziehungsweise IT-Bevollmächtigter der Landesregierung” im Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport beschlossen. Die neue Stelle wird sich zukünftig aus den bisherigen IT-Referaten 41 (Verwaltungsmodernisierung, IT-Strategie, E-Goverment), 42 (Informationssicherheit, Cybersicherheit) sowie 43 (IT-Infrastruktur) zusammensetzen und wird im operativen Geschäft von der bzw. dem hauptamtlichen IT-Bevollmächtigten der Landesregierung geleitet werden.

Mit dieser Neuorganisation und Aufwertung der IT-Referate im Innenministerium will die niedersächsische Landesregierung der Mammutaufgabe Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung sowie der stetig zunehmenden Bedeutung der IT-Sicherheit des Landes Rechnung tragen. Durch das im vergangenen November verabschiedete Gesetz über digitale Verwaltung und Informationssicherheit (NDIG) und das bereits seit 2017 rechtskräftige Onlinezugangsgesetz (OZG) sind die Aufgaben von IT-Bevollmächtigten der Länder in einem enormen Umfang angewachsen. Diese umfangreichen Aufgaben sollen nun künftig durch eine Expertin bzw. einen Experten in der neuen Stabsstelle für Informationstechnik wahrgenommen werden.

Effektivität im Kampf um die Cyber-Sicherheit

Um die ununterbrochene Funktions- und Handlungsfähigkeit der Landesverwaltung zu gewährleisten, verlange vor allem auch die zunehmende Bedrohung aus dem digitalen Raum ein entschiedenes und konsequentes Vorgehen, so die Landesregierung. Zur Unterstützung dieses Handelns soll daher ein zentrales Cyber-Abwehrzentrum aufgebaut werden, das schnittstellenübergreifend verschiedene Funktionen der Beratung und Steuerung übernehmen soll, die bisher in unterschiedlichen Häusern bearbeitet werden. Zudem plant die Landesregierung, ein IT-Notfallmanagement zu installieren, dessen Koordination von der bzw. dem IT-Bevollmächtigten der Landesregierung übernommen werden soll. Auf diesem Wege will man Angriffe aus dem Netz zukünftig noch effektiver bekämpfen und gleichzeitig etwaige Schäden noch schneller beseitigen können.

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