Nur noch leichter Überschuss

0
900
Der Jahresabschluss 2019 der Bundesagentur für Arbeit zeigt einen deutlich geringeren Überschuss als in den Vorjahren. (Foto: succo, pixabay.com)

Die Ausgaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) für das Arbeitslosengeld sind im vergangenen Jahr konjunkturbedingt gestiegen. Der Überschuss ist mit 2,1 Milliarden Euro geringer ausgefallen als in den Vorjahren. Für dieses Jahr wird ein Minus von 1,3 Milliarden Euro erwartet.

Das Ergebnis des Haushaltsjahres 2019 der BA ist zwar um rund 1,6 Milliarden Euro besser als erwartet ausgefallen, liegt aber deutlich unter den Überschüssen der Vorjahre. Zum Vergleich: 2018 lag das Plus noch bei 6,2 Milliarden Euro. Die Konjunkturrücklage lag Ende des Jahres bei 25,8 Milliarden Euro. Christiane Schönefeld, Finanzvorstand der BA, betont: “Die Zeit der kräftigen Überschüsse ist vorbei. Die Situation am Arbeitsmarkt ist derzeit ungewiss und wir müssen den konjunkturellen Trend beobachten. Die Beschäftigung ist hoch, die Ausgaben etwa beim Arbeitslosengeld und Kurzarbeit steigen aber spürbar an. Derzeit gehen wir von einem Defizit im laufenden Haushalt aus. Notfalls gehen wir an die Rücklage ran.” Die Behörde wolle in diesem jahr noch mehr in die Weiterbildung investieren, um dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Im letzten Jahr sind die Ausgaben für einige Leistungen gestiegen. Für Arbeitslosengeld gab die BA insgesamt 15 Milliarden Euro aus, das waren 1,3 Milliarden Euro mehr als 2018. Für Insolvenzgeld wurden 842 Millionen Euro ausgegeben, ein Plus von 254 Millionen Euro. Diese Mittel mussten sogar im Jahresverlauf erhöht werden, da die geplanten Ausgaben nicht ausreichten. Auch die Ausgaben für Kurzarbeit sind 2019 um 98 Millionen Euro auf 157 Millionen Euro angestiegen. Sowie die für Weiterbildungen für Arbeitslose und Beschäftigte um 195 Millionen Euro auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here