Marketingabteilungen für IT-Bereich fehlen

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Die Polizeien sind oftmals noch nicht allzu gut auf die Anwerbung von IT-Fachkräften eingestellt. (Foto: Anne Garti, www.pixelio.de)

In Bayern verfügt die Landespolizei noch nicht über eine zentrale Marketing- und Personalrekrutierungsbehörde. Das führt zumindest für den Bereich der IT-Fachkräfte zu Problemen. Denn bei diesen Spezialisten ist die Polizei des Freistaates kaum bekannt.

Und selbst wenn sie es bei einigen ist, gilt sie nicht unbedingt als attraktiver Arbeitgeber. Aber ohne eine solche Zentralisierung beginnt jedes einzelne Werbeprojekt wieder von vorne und verursacht sich stets wiederholende Aufwände und Kosten, die bei zentraler Beauftragung deutlich geringer wären. Die Resultate einzelner Projekte wie jenes zur Anwerbung von IT-Experten müssten dringend in eine derartige Struktur überführt werden.

Denn Werbung erfordert ständige Prozessüberprüfungen und läuft leer, wenn sie nicht in einer dauerhaften Struktur organisiert ist. Unter Umständen ist die Polizei dann im Wettbewerb mit der Privatwirtschaft weniger oder überhaupt nicht konkurrenzfähig. Kurzfristig scheint es diesbezüglich jedoch eher wenig Aussicht auf Besserung zu geben. Schließlich wurde die Zuständigkeit für die Werbung für den Vollzugsdienst kürzlich an die Bayerische Bereitschaftspolizei übergeben. Das Projekt zur Anwerbung von Fachkräften im IuK-Bereich, das aus 26 unterschiedlichen Arbeitspaketen besteht, wechselt im kommenden Monat dorthin.

Das Problem: Dort existiert bisher keine zentrale Marketingabteilung. Vielmehr wird der bisherige Ansatz weiterverfolgt, derartige Aufgaben organisationsübergreifend in Projektstrukturen wahrzunehmen. Nicht viel besser sieht es offenbar in Sachsen aus. Dort existiert keine zentral gesteuerte Werbekampagne für die Einstellung von IT-Spezialisten bei der Landespolizei. Es wird nur an den einzelnen Universitäten geworben. Offizielle Einstellungsbehörde für IT-Experten im Polizeidienst ist die Hochschule der Sächsischen Polizei. Die Auswahltests werden hingegen von Mitarbeitern des Bereitschaftspolizeipräsidiums durchgeführt.

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