Bitkom legt Digitalstrategie 2025 vor

0
356
Als einen Grund für Deutschlands zögerliche Digitalisierung nennt der Bitkom u.a. eine defokussierte Investitionspolitik. (Foto: qimono, pixabay.com)

In Fragen der Digitalisierung gerät Deutschland zusehends ins Hintertreffen. Einen möglichen Grund hierfür sieht der Digitalverband Bitkom im Ausbleiben eines ganzheitlichen Ansatzes in Politik und Wirtschaft, der konkrete Fördermaßnahmen nicht aus dem Blick verliert. Welche Schritte im Einzelnen notwendig sind, um Boden gut zu machen, hat der Branchenverband in seiner nun vorliegenden Digitalstrategie 2025 ausgearbeitet.

In der Strategie warnt der Bitkom eindringlich davor, dass Deutschland auf dem bestem Wege sei, den digitalen Anschluss zu verlieren. Zwar sei der Bund zu Beginn des neuen Millenniums ambitioniert gestartet, zu wirklich praktikablen Lösungen fortentwickelt wurden jedoch nur die wenigsten Projekte. Bestes Beispiel: die elektronische Gesundheitskarte. Im Jahr 2003 angekündigt, sollte sie 2006 ausgerollt werden. Tatsächlich eingeführt wurde sie jedoch erst 2016, und das mit erheblich eingeschränkter Funktionalität. Dieselbe Halbherzigkeit treffe man auch in der Wirtschaft an, wo ein Gutteil der Unternehmerschaft nach wie vor bei notwendigen Investitionen in neue Technologien zögere, von Wagniskapital zur Förderung digital versierter Start Ups ganz zu schweigen.   

Vor diesem Hintergrund verstehe sich die Digitalstrategie 2025 nicht nur als eine kritische Bestandsaufnahme des informationstechnologischen Ist-Zustandes, sondern zugleich auch als ein ausdrücklicher Appell, die bisherige Inkonsequenz in Politik und Wirtschaft über Bord zu werfen, um die Digitalisierung voranzubringen. Dabei definieren die Autoren der Strategie vier zentrale Felder, in denen Handlungsbedarf bestehe: Einen neuen Ansatz beim Thema Bildungskompetenz und Weiterbildung, um den Mangel an IT-Experten zu lösen, einen Ausbau der digitalen Infrastrukturen, die konsequente Anwendung des Prinzips “digital by design” für Verwaltungsprozesse sowie eine ausbalancierte Datenpolitik bei Schutz und Einsatz von Bürgerinformationen.

Weitere Informationen sowie einen Blick in die Digitalstrategie erhält man hier.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here