Förderung für Bundeskriminalamt

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Das Bundeskriminalamt (BKA) setzt ein neues Forschungsprojekt auf. (Foto: BS/Feldmann)

Das Bundeskriminalamt (BKA) kann ein großangelegtes Forschungsvorhaben im Bereich der Extremismusprävention realisieren. Darin sollen Radikalisierungsprozesse analysiert, staatliche und nicht-staatliche Akteure vernetzt und die praktische Präventionsarbeit gestärkt werden. Möglich wird das Programm durch eine Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Dieses fördert das Konsortium des Programms “Monitoringsystem und Transferplattform Radikalisierung” (MOTRA) mit insgesamt 12,3 Millionen Euro. Auf das BKA beziehungsweise dessen Forschungsstelle Terrorismus/Extremismus entfallen davon drei Millionen Euro. Bei den übrigen Partnern handelt es sich um die Universitäten Hamburg und München, das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, das Karlsruher Institut für Technologie, die Kriminologische Forschungsstelle Wiesbaden sowie die Berghof Foundation Berlin. Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt und ist Teil der Strategie der Bundesregierung zur Extremismusprävention und Demokratieförderung.

Von Erfolg überzeugt

BKA-Vizepräsident Michael Kretschmer sagte: “Die Bekämpfung des islamistischen Terrorismus ist eine der Hauptaufgaben des Bundeskriminalamtes. Zu einer ganzheitlichen Strategie gehört auch die Prävention, für die wir uns dank der umfangreichen Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung künftig noch stärker einsetzen können.” Er zeigte sich überzeugt, dass es mithilfe von MOTRA gelingen werde, gemeinsam mit den Partnern Radikalisierungsprozesse in Deutschland systematisch zu erforschen und dabei auch Wechselbeziehungen zu anderen extremistischen Milieus untersuchen zu können.

Und der Parlamentarische Staatssekretär im BMBF, Dr. Michael Meister, ergänzte: “Wir wollen eine tragfähige Brücke von der Forschung in die Anwendung bauen und erwarten, dass sich die Transferplattform “MOTRA” zu einer entscheidenden Vernetzungs- und Anlaufstelle für Wissenschaft, Behörden, Politik und Zivilgesellschaft entwickeln wird.” Die Bündelung wissenschaftlicher Erkenntnisse sei die Basis für wirksame Maßnahmen gegen islamistischen Extremismus und anderes Radikalisierungsgeschehen und könne dazu beitragen, die gesellschaftliche Debatte zu versachlichen.

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