Immer größere Datenmengen

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Für eine gute Wettervorhersage komme es entscheidend darauf an, die Vielzahl an zu berücksichtigenden Daten gut zu visualisieren. Darauf macht Hans-Joachim Koppert, Vorstand des Geschäftsbereichs Wettervorhersage im Deutschen Wetterdienst (DWD), aufmerksam. (Foto: BS/Peter Füssel, DWD)

Die Menge der Daten, die für eine Wettervorhersage benötigt werden und darin einfließen, wächst kontinuierlich an. Sie stammen dabei aus verschiedensten Systemen, unter anderem von Satelliten, Wetterstationen sowie Forschungsschiffen. Angesichts der Datenflut werde es immer wichtiger, die Daten effektiv zu visualisieren.

Darauf weist Hans-Joachim Koppert, Vorstand des Geschäftsbereichs Wettervorhersage im Deutschen Wetterdienst (DWD), hin. Denn nur wenn das gelinge und eine sichere Wettervorhersage für einen Zeitraum von bis zu sieben Tagen möglich sei, könne es auch wirksame Wetterwarnungen geben. Schließlich basierten diese auf den Vorhersagen, auch wenn es immer eine Unsicherheit gebe und Wetterwarnungen grundsätzlich nur im Kontext verstanden werden könnten.

Noch mehr Variablen zu berücksichtigen

Deutlich aufwendiger als Wettervorhersagen seien Klimaprojektionen, erläutert Tobias Fuchs, Leiter des DWD-Geschäftsbereichs Klima und Umwelt. Denn in diese Rechnungen müssten noch deutlich mehr Faktoren als bei Wettervorhersagen einbezogen werden. Am wichtigsten seien Daten zum Austausch zwischen der Atmosphäre und den Ozeanen. Aber auch Angaben zur Bodenbeschaffenheit, zu Wasser- und Eisgebieten sowie zur Vegetation müssten in den zugrundeliegenden Gittermodellen berücksichtigt werden.

Um die Klimaprojektionen, die für einen Zeitraum von Jahrzehnten bis Jahrhunderten gerechnet würden, auf Basis der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse durchführen zu können, kooperiere der DWD sehr eng mit dem Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, so Fuchs. Im Hinblick auf die Auswirkungen des Klimawandels kooperiert der DWD auf Bundesebene darüber hinaus unter anderem mit der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

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