Digitalisierung im Fokus

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"Wir denken vom Soldaten her", so Oberst i.G. Frank Pieper bei der Veranstaltung in Bonn. (Foto: BS/Portugall)

Die Digitalisierung landbasierter Operationen (D-LBO) “muss funktionieren, sonst wird Deutschland als “Lead Nation” abgehängt”, so Oberst i.G. Frank Pieper, “Chief Digital Officer” (CDO) im Kommando Heer in Strausberg, am vergangenen Freitag beim Mittagsforum von AFCEA Bonn e.V. und der Thales Deutschland GmbH zum Thema “Digitalisierung – Evolution oder Revolution?”

Im Jahr 2018 startete die Bundeswehr das Programm D-LBO. Aber: Das entsprechende Kräftedispositiv müsse kommen, “sonst ist die Entwicklung nicht mehr einzuholen”, mahnte Oberst Pieper. Als ausgesprochen hilfreich könne sich in diesem Zusammenhang die Kooperation mit den Niederlanden erweisen. Im Sommer des vergangenen Jahres wurde ein deutsch-niederländischer Vertrag geschlossen, um das gemeinsame Projekt “Tactical Edge Networking” (TEN) zu realisieren. Dabei wird D-LBO mit dem niederländischen Programm “Foxtrott” aus 2018 zusammengefasst. Von deutscher Seite sind bis 2030 insgesamt zwölf Milliarden Euro für TEN vorgesehen.

Die Digitalisierung der Landstreitkräfte sei nötig, um durch die Auswertung großer Datenmengen ein Höchstmaß an kinetischer Präzision zu erzielen. Nur so ließen sich Kollateralschäden bestmöglich vermeiden. Anders sei Waffeneinsatz hierzulande weder politisch noch ethisch akzeptierbar, so der CDO des Deutschen Heeres.

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