Impulse für die kommunale Sicherheit gesucht

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Dr. Sandra Muhle (VDI TZ) erwartet vielfältige Projekte. (Foto: BS/Klawon)

Akteure, die noch nicht in der Sicherheitsforschung aktiv sind, ansprechen. Das ist das Anliegen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Dazu führt es den Wettbewerb für das Förderprogramm “SifoLIFE” durch.

Die Ziele von “SifoLIFE” sind die Erstellung von neuen Sicherheitslösungen und die Erprobung durch eine großflächige Demonstration im realen Umfeld. Das BMBF fordert gezielt Kommunen auf, Ideen für einen Testbetrieb in ihrem Gebiet im Rahmen des Wettbewerbs einzubringen. Besonders diese wüssten am besten über ihren Sicherheitsbedarf Bescheid, so Dr. Sandra Muhle, Ansprechpartnerin des Projektträgers Sicherheitsforschung des VDI Technologiezentrums (VDI TZ).

Der Wettbewerb gliedert sich dazu in zwei Phasen. Für die Konzeptphase können sich jetzt Kommunen, öffentliche Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen aus der freien Wirtschaft, optional allein oder im Verbund, beim BMBF bis zum 11. Mai 2020 bewerben. Dazu sollen Interessenten einen Förderantrag einreichen und das Antragssystem “easy-Online” nutzen. Der Antrag soll eine Zielstellung, eine Projektbeschreibung, eine Arbeits-, Verwertungs– und Finanzierungsplanung beinhalten. Es werden dann bis zu 15 Projekte von einer Jury ausgewählt und mit bis zu 250.000 Euro gefördert. Die Konzeptphase startet voraussichtlich am 1. Februar 2021.

Vom Bedarf zum Konzept

Da sich die Konzeptideen an den jeweiligen Sicherheitsbedürfnissen der Kommunen orientieren, können sie aus allen Bereichen der Sicherheitsforschung stammen. Der Bedarf kann dabei durch ein spezielles Szenario, wie Hochwasser, Angriffe auf die Kritische Infrastruktur (KRITIS) oder Kommunikationsnetze im Notfall, illustriert werden. Denkbare Sicherheitslösungen sind technische Systeme, Dienstleistungskonzepte, Organisation- und Prozessoptimierung, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen oder ähnliches. Den Ideen sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Ziel der Konzeptphase ist die Erstellung eines Strategiekonzepts. Konkret sollen Machbarkeitsanalysen durchgeführt, geeignete Partner gefunden und Pläne zur Vernetzung erstellt werden. Wichtig ist dabei, dass die Sicherheitslösung ein integrierter Ansatz und keine Einzellösung sein soll.

In der zweiten Phase, der Umsetzungsphase, soll die Durchführung der Demonstration stattfinden. Es stellt das Bindeglied zwischen der Forschung und dem Markt dar.

Bewerbung bis Juli 2022

Für die Förderung können sich nur die 15 geförderten Projekte mit dem jeweiligen Strategiekonzept bis zum 31. Juli 2022 bewerben. Es werden davon bis zu fünf Projekte ausgewählt. Der Förderungsbetrag ist dabei nicht gedeckelt und wird von Projekt zu Projekt unterschiedlich hoch sowie dem Bedarf angemessen ausfallen. Die Laufzeit der Phase beträgt bis zu vier Jahre.

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