Nach Emotet: Berliner Kammergericht steht vor Neuaufbau der IT

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Nach dem schweren IT-Sicherheitsvorfall bekommt das Kammergericht eine neue IT-Infrastruktur. (Foto: Robert, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Die IT-Infrastruktur des Berliner Kammergerichts soll neu aufgebaut werden. Unter dem Dach des IT-Dienstleisters der Berliner Verwaltung ITDZ soll eine “sichere und zeitgemäße IT-Architektur” geschaffen und betrieben werden. Im September war das Gericht einem schweren Cyber-Angriff mit dem Trojaner Emotet zum Opfer gefallen. Nun wurde das forensische Gutachten zum Vorfall veröffentlicht.

Darin kommt das beauftragte Unternehmen T-Systems zum Schluss, dass trotz der Entscheidung, die Verbindung zum Internet zu kappen, wahrscheinlich Zugangsdaten abgeflossen waren. Diese konnten in der Folge aber nicht mehr missbraucht werden. Dokumente wie Urteile und Beschlüsse waren aber nicht entwendet worden.

Mit dem jetzt anstehenden Neuaufbau der IT müssen auch die Altdaten aus dem früheren System überführt werden. Die Gutachter stellen klar, dass dem eine intensive Prüfung aller Backups vorangehen muss, unabhängig vom Erstellungsdatum. Weil die forensische Untersuchung nicht eindeutig feststellen konnte, wann die Schadsoftware ins Netz gelangt war, kann nur so ein unbeabsichtigtes Wiedereinschleusen des Schädlings verhindert werden.

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