Chancengleichheit durch Glasfaser für alle

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Bei der Diskussion rund um Breitbandausbau und neue Technologien werden häufig eine Menge Begriffe diskutiert: Dabei geht es um die 5G-Technologie und Zukunftsbranchen sowie um die Breitbandversorgung im Allgemeinen. (Foto: xiaoliangge, https://stock.adobe.com/de/ )

Dass die Digitalisierung in Deutschland nicht zügig genug vorankommt, ist inzwischen oft genug festgestellt worden. Trotz aller Rückschläge sollten die zentralen Ziele für die digitale Zukunft aber nicht aus dem Auge verloren werden. Eines der wichtigsten Anliegen von Gesellschaft und Politik ist dabei die Versorgung des Landes in der Fläche bis 2025 mit einer ernstzunehmenden digitalen Infrastruktur. Nur mit einem unbürokratischen Abruf von Fördermitteln und Unterstützung der Kommunen durch bessere personelle Ausstattung für die Breitbandthemen ist das ehrgeizige Ziel noch erreichbar.

Bei der Diskussion rund um Breitbandausbau und neue Technologien werden häufig eine Menge Begriffe diskutiert: Dabei geht es um die 5G-Technologie und Zukunftsbranchen sowie um die Breitbandversorgung im Allgemeinen. Was allerdings immer wieder übersehen wird, ist eine grundlegende Problematik mit den Begrifflichkeiten an sich. Diese sind in vielen Gemeinden und Behörden nämlich nicht immer klar definiert. Dementsprechend sei ein direkter Austausch sowie nachhaltige Basisarbeit ein wichtiges Fundament, damit objektiv und für alle verständlich klar wird, wie die derzeitige Infrastruktur überhaupt aussieht und wie man darauf aufbauend mit weiteren Planungen anfangen kann. Grundsätzlich gehört zu einer Umsetzung von digitalen Infrastrukturen, dass die Kommunen sich schlau machen müssen.

Was verbirgt sich hinter Begriffen wie Kupferleitung, aber vor allem auch hinter Abkürzungen wie  DSL, FTTC, FTTB, FTTH, LTE oder 5G. Das ist meist mühsam, denn es ist nicht immer klar, welche Bandbreiten tatsächlich bei den einzelnen Regionen und Haushalten ankommen. Glasfaser bis in die Wohnung, Gebäude und Firmen als Zukunftstechnologie – genau diese Aufklärungsarbeit ist bei zahlreichen Kommunen und Bürgermeistern dringend notwendig.

Nicht alle Behörden sind digital aufgestellt

Denn was in der Diskussion rund um das digitale Deutschland häufig verdrängt wird, ist die Tatsache, dass Themen wie beispielsweise FTTH in der breiten Öffentlichkeit gar nicht so präsent sind, wie es in Fachkreisen immer angenommen wird. Stattdessen ist ein solches Wissen stark abhängig vom Engagement der jeweiligen Bürgermeister, Verwaltungen und der regionalen Akteure, die den Breitbandausbau vorantreiben wollen. Und es sollte eigentlich normal sein, dass man dieses Wissen nicht überall gleichermaßen voraussetzen kann, es ist ja immer auch abhängig von der Größe der Kommunen und den Ressourcen, die diese haben, um sich mit Spezialthemen auseinandersetzen zu können.

Dieser Umstand sollte Fachleuten und Digitalisierungstreibern in den Behörden, aber auch Mitarbeitern der ITK-Branche deutlich machen, dass es an der Basis noch viel mehr Aufklärungsarbeit benötigt, als gemeinhin angenommen wird. Gerade Telekommunikationsexperten und Anbieter sollten sich in der Pflicht sehen, an dieser Stelle noch nachzuarbeiten. In den Verbänden und überregionalen Veranstaltungen ist das Thema Glasfasertechnologie natürlich omnipräsent, aber dort, wo die Ausbauwege entschieden werden, an der Basis und dort, wo Giganetze gebaut werden sollen und letztlich zum Einsatz kommen sollen, muss ganz genau klar sein, worum es geht und wo die Reise hingehen soll. […]

Der Verfasser des Gastbeitrages ist Hardy Heine, Koordinator Breitbandausbau und Ansprechpartner für Kommunen bei der DNS:NET.

Den kompletten Gastbeitrag sowie weitere Artikel zur Kommunalen Infrastruktur kann man in der aktuellen Print-Ausgabe des Behörden Spiegel lesen.

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