Großbritannien will unsichere IoT-Geräte verbieten

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Schon heute gibt es über 20 Milliarden vernetzte Geräte. Bei vielen hapert es schon an Standard-Sicherheitsmerkmalen. (Foto: Tumisu, pixabay.com)

In Großbritannien sollen zukünftig nur noch IoT-Geräte (IoT = Internet of Things) verkauft werden dürfen, die grundlegende Sicherheitsvorgaben erfüllen. Mit einem entsprechenden Gesetzentwurf will die britische Regierung die Risiken minimieren, die von schlecht abgesicherten internetfähigen Geräten ausgehen, die etwa in Haushalt (Smart Home) oder Produktionsumgebungen (Industrie 4.0) eingesetzt werden.

Der Entwurf schiebt der Verwendung von Standardpasswörtern einen Riegel vor. Außerdem müssen Hersteller angeben, wie lange sie Sicherheitsupdates für ihre Produkte anbieten werden. Zur Meldung von Sicherheitslücken müssen sie eine Anlaufstelle benennen.

Matt Warman, Staatssekretär im britischen Ministerium für Digitales, Kultur, Medien und Sport sagt: “Unser neues Gesetz wird Firmen, die mit dem Internet verbundene Geräte herstellen und verkaufen, zur Rechenschaft ziehen und Hackern, die die Privatsphäre und Sicherheit der Menschen bedrohen, Einhalt gebieten.”

2018 hatte bereits Kalifornien Standardpasswörter bei IoT-Geräten per Gesetz verboten. Die Europäische Union setzt im freien Markt derzeit noch auf nicht obligatorische Zertifizierungen. Die Bundesregierung plant ein IT-Sicherheitskennzeichen, das die Einhaltung von minimalen Sicherheitsanforderungen für Verbraucher sichtbar macht.

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