eAwards-Gewinner ausgezeichnet

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So realitätsnah wie möglich: Noch vor der Abstimmung konnten die Bürger der Stadtgemeinde Scheibbs die unterschiedlichen Brückenmodelle via VR begutachten. (Foto: BRZ/Viarsys)

Die Möglichkeiten einer digitalen Verwaltung sind inzwischen in aller Munde. Doch wie eine konkrete Leistung aussehen könnte, wird bisweilen aber noch mit einem Fragezeichen versehen. Welche innovativen Potenziale tatsächlich im E-Government ruhen, zeigten jetzt die Stadtgemeinde Scheibbs und das Bundesrechenzentrum (BRZ) der Republik Österreich. Für ihr Gemeinschaftsprojekt, das elektronische Partizipation mit Virtual Reality kombiniert, wurden sie mit dem eAward des Report Verlags in der Kategorie “E-Government” ausgezeichnet.

In seiner Begründung lobte die Jury die Gemeinschaftsarbeit der Stadtgemeinde Scheibbs und des BRZs für ihren politischen Wagemut, der digitale Partizipation mit den technischen Möglichkeiten virtueller Realität auf beeindruckende Art und Weise verbunden habe.

Kern des gleichnamigen Projektes ist ein geplanter Brückenbau auf den Fluss Erlauf. Im Sinne der Bürgerbeteiligung waren alle wahlberechtigten Bürger dazu aufgerufen, über die Realisierung des Bauvorhabens abzustimmen. Zur Auswahl standen drei Modelle, die bereits im Vorfeld mithilfe einer VR-Brille in Augenschein genommen werden konnten. Die anschließende Stimmabgabe erfolgte online, über die Blockchain-basierte Plattform BRZ eDem, oder im Scheibbser Rathaus. Am Ende des Referendums, an dem insgesamt rund 1.000 Bürger teilnahmen, 250 unter ihnen nutzten auch das VR-Angebot, konnte sich das Modell “Tetratop” als Sieger durchsetzen. Baubeginn ist im Februar.

Der eAward findet seit dem Jahr 2005 jährlich statt. Er ist einer der größten IT-Wirtschaftspreise Österreichs und würdigt Projekte, die den technologischen Wandel in Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung durch innovative Lösungen voranbringen. 

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