Sikorsky und Rheinmetall geben STH-Angebot ab

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Der CH-53K von Sikorsky (Foto: BS/Portugall)

Sikorsky – ein Unternehmen, das seit 2015 zum US-Rüstungsriesen Lockheed Martin gehört – und Rheinmetall haben ebenfalls am 13. Januar (s.o.) ihr Angebot für die Fertigung und den Betrieb des Sikorsky CH-53K als neuen “Schweren Transporthubschrauber” (STH) der Bundeswehr eingereicht.

Betrachtet man die Lebenszykluskosten sowie Missionsanforderungen und -fähigkeiten, so liefere der CH-53K nach Unternehmensangaben “den deutlich besseren Langzeitwert im Vergleich zu anderen Transporthubschraubern.” Die Avionik und das digitalisierte Flugsteuerungssystem biete Aufwuchspotential für die Integration weiterer Systeme und auch die Nutzlastfähigkeit könne mit relativ einfachen Modifikationen könne erheblich gesteigert werden. Ein integriertes Sensor- und Diagnosesystem ermögliche es dem Hubschrauber, Probleme frühzeitig zu erkennen und einzugrenzen, “was den Wartungsaufwand drastisch vereinfacht und ausschlaggebend für eine hohe Verfügbarkeit und den effizienten Betrieb der gesamten Flotte ist.”

Mit der Abgabe des Angebots beginnt die nächste Phase im Ausschreibungsprozess um den Schweren Transporthubschrauber. Das Angebot bildet die Grundlage für die Verhandlungen mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw). Die Abgabe eines finalen Angebots ist laut Sikorsky für Ende dieses Jahres geplant. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe des neuen Transporthubschraubers soll Anfang 2021 getroffen werden. Die erste Auslieferung der Luftfahrzeuge könnte dann – wie gefordert – ab 2024 erfolgen, um den nahtlosen Übergang von der aktuellen CH-53G-Flotte der Deutschen Luftwaffe zu ermöglichen, das entsprechende Personal auszubilden und die logistischen Grundlagen für den Betrieb in der Bundesrepublik zu schaffen.

Für das STH-Projekt der Bundeswehr haben der US-Hubschrauberhersteller Sikorsky und der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall frühzeitig ein Kernteam gebildet, zu dem weitere deutsche Industrieunternehmen zählen. Das deutsche CH-53K-Team wird angeführt von der Rheinmetall AG als alleinigem Ansprechpartner und Koordinator des STH-Programms in Deutschland. Weitere Teammitglieder von Sikorsky sind unter anderem die Autoflug GmbH, die Hensoldt Holding GmbH, die Hydro Systems KG, die MTU Aero Engines AG, die Rockwell Collins Deutschland GmbH, die Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG sowie die ZF Luftfahrttechnik GmbH.

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