Rollout für Smart Meter gestartet

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Die bisherigen, analogen Stromzähler sollen sukzessive durch digitale Smart Meter ausgetauscht werden. (Foto: geralt, pixabay.com)

Es soll einen Meilenstein in der Energiewende darstellen: Vergangene Woche hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den Rollout für sogenannte “Smart Meter”-Systeme eröffnet. Vorausgegangen war dem offiziellen Startschuss die Veröffentlichung der Markterklärung für intelligente Messsysteme durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). In dieser hat die Bonner Behörde geprüft, wie es um die erforderliche Infrastruktur für das Betreiben intelligenter Stromnetze steht.  Fazit der Analyse ist die Feststellung, dass die “für den sicheren Betrieb intelligenter Messsysteme notwendige Infrastruktur” vollständig besteht und somit die technische Möglichkeit für den Rollout der intelligenten Messsysteme gegeben ist.

Damit tritt nun die verpflichtende Ausstattung von Messstellen mit intelligenten Messsystemen in Kraft. Betroffen von der Verpflichtung sind zunächst Verbraucher mit einem Jahresstromverbrauch zwischen 6.000 und 100.000 kWh. Um entsprechende Standards für die Energiewende zu schaffen, hat das Ministerium im letzten Jahr zudem eine Geschäftsstelle “Technische Standards, Ausschuss Gateway-Standardisierung” eingerichtet. Für die nächsten Schritte im weiteren Verfahren wurde im Rahmen des Smart Meter-Rollouts außerdem ein Fahrplan zur weiteren Digitalisierung der Energiewende veröffentlicht.

Für das BMWi hat die Energiewende eine zentrale Bedeutung für die Energie- und Klimapolitik der Zukunft. Eine Schlüsselrolle komme dabei den intelligenten Messsystemen bei der Digitalisierung der Energiewende zu: “Sie versorgen die Akteure – vom Netzbetreiber über den Stromlieferanten bis zum Verbraucher – mit den Informationen zu Erzeugung und Verbrauch, die sie benötigen. Mit dieser Hilfe können künftig die Stromnetze intelligent gesteuert und effizienter genutzt werden”, so ein Statement aus dem BMWi. Diese Innovationen sorgten für eine Reduzierung des Netzausbaubedarfs und damit gleichzeitig auch der Kosten für die Energiewende.

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