Cyber-Hilfswerk vorgeschlagen

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Wenn bei schweren IT-Notfällen in KRITIS die Alarmglocken läuten, sollen nach Vorstellung der AG KRITS in Zukunft auch ehrenamtliche Helfer ausrücken. (Foto: Joe Gough, stock.adobe.com)

Wenn IT-Notfälle in Kritischen Infrastrukturen Sicherheit und Versorgung der Bevölkerung gefährden, könnten bald Ehrenamtliche zur Unterstützung anrücken. So eine Idee der AG KRITIS. Der Zusammenschluss von Fachleuten hat das Konzept eines eigenständigen Cyber-Hilfswerks jüngst Bundesbehörden vorgestellt.

Das Feedback aus dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sei verhalten, aber positiv, ist aus der Arbeitsgruppe zu hören. Nach deren Ansicht fehlt es in Deutschland an Kapazitäten, IT-Notfälle in KRITIS zu bewältigen. Nach dem Muster des Technischen Hilfswerks (THW) solle ein Cyber-Hilfswerk daher ehrenamtliche Hilfe organisieren. Beispielsweise, wenn großangelegte Malware-Kampagnen überregionale Auswirkungen auf die Patientenversorgung in Kliniken haben. In ihrem Konzeptpapier schlägt die Arbeitsgruppe vor, in Notfällen einzelne Experten an die betroffenen Organisationen auszusenden, um bei der Vorfallsbearbeitung zu unterstützen. Das solle nur im behördlichen Auftrag passieren. Ideal fänden die Fachleute eine Angliederung an das THW.

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