Daten als Grundlage für die Optimierung der Stadt nutzen

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Die in Verwaltungen gesammelten Daten müssen ohne Frage einem besonderen Schutz unterliegen. Gleichzeitig muss aber auch ihr Potential gehoben werden, das Leben in der Stadt besser zu machen, so der DST. (Foto: Tumisu, pixabay.com)

Der digitale Wandel ist nicht nur in Großprojekten von Ländern, Bund und Privatwirtschaft in vollem Gange. Auch die Kommunen hierzulande entwickeln intelligente Lösungen für die Bedürfnisse ihrer Bürger sowie für Wirtschaft und Wissenschaft. Immer mehr Städte bauen urbane Datenplattformen auf, um die wachsende Menge an Daten sicher zu speichern und datenbasierte Dienste für die Menschen in den Städten bereitzustellen. Um bessere Grundlagen für die Nutzung von Daten erreichen und gleichzeitig die Digitalisierung in den Städten zu stärken, hat der Deutsche Städtetag (DST) das Diskussionspapier „Kommunale Daten“ veröffentlicht.

Das Papier soll Kommunalvertretern und sonstigen Interessierten und Fachleuten einen Überblick über die Erhebung und Nutzung digitaler Daten geben und so eine Diskussionsgrundlage für die kommunale Praxis darstellen. Im weiteren Vorgehen hin zu einer besseren Vernetzung und Digitalisierung empfiehlt der DST den Städten fünf Schritte für den Prozess.

So solle man zunächst versuchen, die kommunale Selbstverwaltung neu zu denken, bisherige Abläufe auf den Prüfstand stellen und die genauen Zuständigkeiten für Projekte innerhalb der Verwaltung klären. In weiteren Schritten sollten ethische Prinzipien definiert und auf deren Basis der Einsatz Künstlicher Intelligenz angemessen in das Gesamtkonzept integriert werden.

Sämtliche Daten aus der Verwaltung müssten demnach geschützt werden, aber ihr Potenzial für einen gesellschaftlichen Mehrwert gleichzeitig genutzt werden. Diese Daten können integriert und systematisch verknüpft werden. Auf diese Weise können sie helfen, das Leben in der Stadt für alle Akteure besser und einfacher zu machen. Für den Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, sind Daten heutzutage daher „das Fundament der digitalen Stadt. Die Stadtverwaltungen erheben, speichern und verarbeiten Daten. Und sie vernetzen die verschiedenen Datenbestände in urbanen Datenplattformen, um digitale Anwendungen und Services für die Bürgerinnen und Bürger anzubieten. Wir müssen das Potenzial kommunaler Daten nutzen, um die Lebensqualität der Menschen in den Städten zu steigern, Verwaltungsabläufe zu optimieren und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Ziel ist, kommunale Daten schnell, einfach, sicher und anwendungsbezogen bereitzustellen. Dabei hat der Schutz persönlicher Daten oberste Priorität. Ein Element für den Schutz von Daten ist die IT-Sicherheit. Es muss sichergestellt sein, dass staatlich erhobene Daten auch beim Staat bleiben.“

Das Diskussionspapier “Kommunale Daten” findet sich unter diesem Link.

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