Nächtliches Blinken soll enden

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Bald nicht mehr zu sehen: dauerhaftes nächtliches Blinken von Windenergieanlagen. (Foto: MarcusWoeckel, Bald nicht mehr zu sehen: dauerhaftes nächtliches Blinken von Windenergieanlagen. (Foto: MarcusWoeckel, pixabay.com)

Der Bundesrat hat der Neufassung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen (AVV Kennzeichnung), die im Januar vom Bundeskabinett beschlossen wurde, mit geringfügigen Änderungen zugestimmt. Damit ist die Grundlage zur Einführung der bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung (BNK) an Windenergieanlagen gelegt.

Die rot blinkenden Lichter an Windenergieanlagen dürfen künftig nachts nur noch leuchten, wenn sich tatsächlich ein Flugobjekt nähert, um eine Kollision mit diesem zu verhindern. Die BNK-Technologie soll dazu dienen, die Akzeptanz in der Bevölkerung für den Windkraftausbau zu erhöhen. Allerdings seien auf dem Weg zum seriellen Einbau an bis zu 17.500 Bestandsanlagen noch einige Hürden zu nehmen, mahnt Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie (BWE). “Entscheidend ist vor allem, dass die Umrüstungsfristen für Betreiber von Windenergieanlagen realistisch und umsetzbar bleiben. Die Verabschiedung der AVV Kennzeichnung hat sich im Vergleich zum ursprünglichen Plan deutlich verzögert. Wir appellieren deshalb an die Bundesnetzagentur, auch die Fristen für die Umrüstung entsprechend zu verlängern, sonst droht die Akzeptanzmaßnahme BNK zum wirtschaftlichen Risiko für Windenergieanlagenbetreiber zu werden.”

Zudem werden mit der Novelle der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift künftig die technischen Anforderungen an die Nachtkennzeichnung überarbeitet. Bisher waren für die Steuerung der nächtlichen Signale nur radarbasierte Systeme zugelassen. Künftig darf die Nachtkennzeichnung auch durch Transpondersignale aktiviert werden, die von Luftfahrzeugen ausgesendet und den Windanlagen empfangen werden.

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