Metropolregion Nordwest zeichnet Digitalprojekte aus

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Für einen digitalen Nordwesten: (v.l.n.r.) Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte, Mitglied im Vorstand; Ministerin Birgit Honé, Mitglied im Vorstand; Dr. Anna Meincke, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest; Landrat Jörg Bensberg. (Foto: Metropolregion Nordwest)

Einmal jährlich vergibt die Metropolregion Nordwest Mittel aus dem Förderfonds der Bundesländer Bremen und Niedersachsen an regionale Projektideen mit dem Schwerpunkt Digitalisierung. Von insgesamt sechs dem Gremium am Ende vorliegenden Anträgen konnten drei überzeugen, darunter die Hochschule Bremerhaven, das Klinikum Oldenburg sowie die Kooperation “Galatea”. Den Gewinnern winken nun Zuwendungen in Höhe von 490.000 Euro.  

Stand der Ideenwettbewerb in 2019 noch unter dem Motto “Bildung & Fachkräfte”, heißt der Schwerpunkt in diesem Jahr Digitalisierung. Ganz gleich ob für Unternehmen, für die Attraktivität und Effektivität von Kommunen und Verwaltung oder aber auch für Komfort und Sicherheit eines jeden Bürgers – Digitalisierung sei inzwischen die Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit aller sozialen Akteure, erklärt Landrat Jörg Bensberg, 1. Vorsitzender der Metropolregion Nordwest. Insgesamt 30 Projektideen gingen bei den Ausrichtern des Wettbewerbs ein, sechs wurden dem Gremium vorgelegt, drei konnten sich schließlich durchsetzen. Die ausgewählten Projekte verbinde ein hoher Praxisbezug bei gleichzeitiger Modellhaftigkeit, begründet der Vorstand seine Wahl. Sie alle demonstrierten, welches Innovationspotenzial durch Kooperation gehoben werden könne.

Projekte mit breitem Ideenspektrum

Zu den Preisträgern zählt unter anderem die Hochschule Bremerhaven, die mit ihrem “Wasserstofftechnologie Business Process Management Modeling (H2BPMM)” überzeugen konnte. Neben einem wichtigen Beitrag in Fragen nachhaltiger Mobilitäts- und Logistikprozesse auf Wasserstoffbasis gebe das Projekt auch entscheidende Impulse für Prozesse des E-Governments, so die Erklärung des Gremiums. Ebenfalls ausgezeichnet wurde das Klinikum Oldenburg, dessen telemedizinisches Konsultationsnetzwerk (TelKonNet) eine facharztübergreifende Versorgung für Patienten sicherstellen will. Ein wichtiges Feature der Plattform: Auch Ärzte haben die Möglichkeit, sich über Patientenbefunde auszutauschen und diese an Krankenhäuser und andere Pflegeeinrichtungen weiterzuleiten. In die Riege der Preisträger aufgenommen, wurde auch die Gemeinschaftsarbeit “Galatea”, ein interdisziplinäres Theaterprojekt, das sämtliche Auswirkungen der Digitalisierung auf Leben und Arbeit der Bürger in einer Inszenierung darzustellen gedenkt. Um die Aufführung nach Möglichkeit authentisch zu halten, sind neben Künstlern auch Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie Vertreter der Wissenschaft beteiligt. Dem Preisträger-Trio winken nun Zuwendungen in Höhe von knapp einer halben Millionen Euro.

Neue Förderrunde steht bevor

Die Fördermittel des Ideenwettbewerbs speisen sich aus einem Fonds, der zu gleichen Teilen von den Ländern Bremen und Niedersachsen getragen wird und jährlich rund 500.000 Euro abwirft. Der Fonds dient der Unterstützung eigenständiger regionaler Kooperationsideen, kann aber auch zur Finanzierung des Eigenanteils anderer Projekte herangezogen werden. Auswahlkriterium ist jeweils die Modellhaftigkeit eines Projektes sowie sein Beitrag zum Profil der Metropolregion.

Thema der nächsten Runde ist “Mobilität der Zukunft”. Gesucht werden Projektideen zu neuen Mobilitätsformen und -technologien, die durch Innovation, Praxistauglichkeit und Nachhaltigkeit überzeugen können. Nominierte Projekte dürfen mit Fördergeldern in Höhe von 520.000 Euro rechnen, für die Erstellung des Vollantrags erhalten die Preisträger jeweils 4.000 Euro.

Interessenten haben ab Anfang März die Möglichkeit, sich hier zu bewerben.

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