Bundesregierung trotz Hack auf Telematikstrukturen nicht besorgt

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Bereits seit fünf Jahren ist die elektronische Gesundheitskarte verpflichtend für alle gesetzlich Krankenversicherten zu nutzen. Der Aufbau der dazugehörigen Infrastruktur dauert allerdings weiter an. (Grafik: BS/gematik)

Nach einem offen publizierten Hackerangriff auf Schwachstellen in den Ausgabeprozessen für Heilberufsausweis, Praxisausweis und elektronische  Gesundheitskarte, den Mitglieder des Chaos Computer Club (CCC) im Rahmen des jährlichen CCC-Kongresses kurz nach Weihnachten durchgeführt haben, gibt die Bundesregierung sich entspannt bezüglich der Sicherheit in den Telematiksystemen. Zwar bewertet man die vom CCC entdeckten Lücken in der Sicherheitsinfrastruktur von Seiten der Regierung als “nicht akzeptabel”, die Probleme seien mittlerweile aber ausgemerzt. Zu sonstigen Zweifeln an der weiteren Sicherheit der Systeme gebe es zudem keinen Anlass.

Dies erklärt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag. Grundsätzlich habe beim Aufbau der Telematik-Infrastruktur (TI) die Datensicherheit sowie der Datenschutz absolute Priorität. Da der Aufbau der TI sich aktuell noch in einer verhältnismäßig frühen Phase befinde, würden auf den Karten und sonstigen Systemen noch keinerlei medizinische Behandlungsdaten gespeichert. So sieht die Regierung es ausdrücklich als begrüßenswert an, dass der CCC die Schwachstellen in dieser Frühphase entdeckt habe, sodass diese frühzeitig hätten behoben werden können. So habe die Gesellschaft für Telematik (gematik) gemeinsam mit den zuständigen Aufsichtsbehörden “schnell und entschlossen reagiert und die Ausgabe der Arzt- und Praxisausweise temporär gestoppt. Nach Behebung der Schwachstellen konnten die Ausgabeprozesse in der Zwischenzeit wieder aufgenommen werden”, so die Regierung weiter.

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