Verwaltung gefordert

0
1480
Die öffentliche Verwaltung müsse bei der Digitalisierung selbst agieren und dürfe nicht nur reaktiv tätig werden. Das meint der Vizepräsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Dr. Markus Richter (2.v.r.). (Foto: BS/Feldmann)

Die öffentliche Verwaltung muss Digitalisierungsprozesse selbst vorantreiben. Sie muss selbst agieren. Wenn sie in diesem Bereich nur reagiere, bestehe die Gefahr, dass sie den Anschluss verliere.

Davor warnt Dr. Markus Richter, Vizepräsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Seine Behörde müsse sich permanent selbst reflektieren und kontinuierlich weiterentwickeln.

In der Flüchtlingskrise, die 2015 begann, hätten die BAMF-Mitarbeiter rasch lernen müssen, mit Disruptionen und Agilität umzugehen. In diesem Zusammenhang konstatierte Richter auf dem “Digitalen Staat” des Behörden Spiegel in Berlin: “Die Verwaltung in Deutschland ist oftmals besser als ihr Ruf.”

Problematisch sei im Öffentlichen Dienst jedoch das Silodenken. Dies führe dazu, dass Wege mehrfach beschritten und Fehler einsam wiederholt würden, bemängelte Vincent Patermann. Hinzu komme, dass es in der öffentlichen Verwaltung oftmals an Vernetzung mangele, so der Geschäftsführer des “Netzwerk: Experten für die digitale Transformation der Verwaltung” (NExT).

Gemeinnützige Verwaltungsplattform für die Verwaltung

Dies erschwere Beschäftigten teilweise auch das Finden gleichgesinnter Personen zur Realisierung eines innovativen Projektes, findet Patermann. Hier könne NExT, das sich an Mitarbeiter in Bund, Ländern und Kommunen richte und sich selbst als gemeinnützige Plattform aus der Verwaltung für die Verwaltung verstehe, unterstützen.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here