Digitalprojekte des Bundes vorgestellt

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Stellte Digitalvorhaben des Bundes vor: Bundes-CIO Klaus Vitt. (Foto: BS/Giessen)

Derzeit reden die Akteure der Verwaltungsdigitalisierung vor allem über eines: Die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes. Das Vorhaben gilt als Weichensteller für die Transformation. Doch parallel laufen noch viele weitere Projekte. Einen Überblick über die Digitalisierung beim Bund gab Klaus Vitt, Innenstaatssekretär und IT-Beauftragter der Bundesregierung auf dem Digitalen Staat in Berlin.

“Bei der E-Akte Bund haben wir die Pilotierung erfolgreich abgeschlossen, jetzt erfolgt der Rollout in der Bundesverwaltung”, berichtete Vitt. Die Umsetzung der E-Akte sei bereits weitgehend abgeschlossen. Gesetzliche Anforderungen seien nicht nur aus dem OZG zu erfüllen, sondern auch von EU-Seite. So müssen Online-Verwaltungsdienstleistung über das europäische Single Digital Gateway zugänglich gemacht werden. EU-Bürger sollen darüber auch Informationen und Hilfsdienste abrufen können. “Die Anforderungen gelten sowohl für den Bund, als auch für die Länder und Kommunen”, betonte Vitt. “Mit dem Portalverbund werden diese aber schon weitgehend abgedeckt.” Kritisch sei bei der Vernetzung der Verwaltungsportale die große Maße der kommunalen Einstiegspunkte. Als beste Lösung plädiert Vitt dafür, dass die Länder zentrale Portale einrichten und ihren Kommunen die Anbindung kostenfrei ermöglichen.

Mehr Verwaltungsübergreifende Kooperation wünscht sich der Staatssekretär auch bei der Nachnutzung von digitalen Lösungen. Grundlage könne eine gemeinsame Verwaltungscloud sein. “Bürgerdienste oder Basisfachverfahren könnten einmal entwickelt und dann den anderen Teilnehmern im föderalen Verbund zentral zur Nutzung zur Verfügung gestellt werden”, so Vitts Idee.

Langfristige Grundlagen für eine moderne Verwaltung seien aber nicht nur auf technischer Ebene zu schaffen. Vitt: “Die Kultur, die Prozesse und die Organisation müssen sich nachhaltig verändern.” Prinzipien und Methoden der agilen Projektarbeit und der Multi-Stakeholder-Kooperation müssten aus den OZG-Digitalisierungslaboren heraus in die Breite gebrachter werden. Die Verwaltung müsste befähigt werden, große Datenmengen besser und ergebnisorientiert zu nutzen.

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