Top-down nicht zielführend

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Diskutierte über agile Organisationen und Verwaltungen im Wandel (v.l.n.r.): Matthias Görtz, Vincent Patermann, Rosa Thoneick, Marco Brunzel (Moderator), Maria Blöcher und Christoph Verenkotte. (Foto: BS/Feldmann)

Agilität der Verwaltung kann nur durch Überzeugungsarbeit erreicht werden. Es kommt darauf an, alle Mitarbeiter bei diesem Reformprozess mitzunehmen. Außerdem müssen die Veränderungen für die einzelnen Beschäftigten einen individuellen Mehrwert für ihre jeweilige Arbeit haben.

Darauf weist der Präsident des Bundesverwaltungsamtes (BVA), Christoph Verenkotte, hin. Außerdem brauche es für eine agile Verwaltung ausreichend Freiräume. Hier sei in Deutschland allerdings noch Luft nach oben. Denn: “Die Welt der öffentlichen Verwaltung ist immer noch stark durch Strukturen und Hierarchien geprägt”, meint Verenkotte. Auch Maria Blöcher, Leiterin des Fellowship Programm bei Work4Germany, hält die Agilität in der Privatwirtschaft hierzulande momentan für deutlich stärker ausgeprägt als im Öffentlichen Dienst. Dem hält der Chief Technology Officer (CTO) der BWI, Matthias Görtz, entgegen, dass die Bundeswehr bereits zahlreiche Agilitätsmöglichkeiten biete und bei der Digitalisierung einem nutzerzentrierten Ansatz folge. “Agilität bringt aber nur Effektivitätsgewinne, keine Effizienzgewinne”, gibt Vincent Patermann, Geschäftsführer des Netzwerkes NExT zu bedenken.

Rosa Thoneick vom CityScienceLab der HafenCity Universität Hamburg wiederum unterstreicht: “Monokulturen verhindern Innovation”. Vielmehr brauche es, da ist sie sich mit Blöcher und Verenkotte einig, Interdisziplinarität und Diversität, um Innovationsprozesse tatsächlich voranzubringen.

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