Cyber-Abwehr Bayern hat die Arbeit aufgenommen

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Regelmäßig an einen Tisch kommen: Die Cyber-Abwehr Bayern verstetigt die Zusammenarbeit. (Foto: 422737, www.pixabay.com)

Seit Jahresbeginn hat der Freistaat Bayern ein zentrales Cyber-Lagezentrum als Mittelpunkt der landesweiten Zusammenarbeit. Unter dem Dach des neuen Kooperationsgremiums “Cyber-Abwehr Bayern” bündeln die Behörden mit Cyber-Sicherheitsaufgaben ihre Lagebilder und koordinieren den Umgang mit Sicherheitsvorfällen. Eine Evaluation der Arbeit soll noch im Laufe des Jahres erfolgen. Die Teilnehmer sehen die Vorteile einer organisierten Kooperation schon jetzt.

Zusammenarbeit gab es zwischen den beteiligten Behörden auch vorher schon. Aber: “Wenn der Informationsaustausch institutionalisiert wird und wirklich regelmäßig persönliche Treffen stattfinden, hilft das natürlich sehr”, betont Daniel Kleffel, Präsident des Landesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI). Treffen finden wöchentlich oder anlassbezogen im neuen Cyber-Lagezentrum statt. Dieses wurde beim Cyber-Allianz-Zentrum Bayern (CAZ) des Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV) eingerichtet. Beteiligt sind neben LfV und LSI das Landeskriminalamt (LKA), die Zentralstelle Cyber Crime bei der Generalstaatsanwaltschaft Bayern, das Landesamt für Datenschutzaufsicht und der Landesbeauftragte für den Datenschutz. Die Aufgabenverteilung und das Kompetenzgefüge zwischen den Behörden bleiben dabei unberührt.


Allerdings könnten Wissensstände jetzt schneller abgeglichen werden, wovon alle Beteiligten profitierten, wie der Leiter des Lagezentrums, Michael George, erklärt: “Abstimmungsprozesse laufen jetzt noch besser als bisher. Wir stellen nicht nur überall den nötigen Informationsaustausch sicher, sondern verständigen uns bei neuen Risiken oder konkreten Vorfällen direkt gemeinsam über die notwendigen Maßnahmen.” Mit Einrichtung der Cyber-Abwehr Bayern gibt es auch erstmals ein gemeinsames Lagebild zur Cyber-Sicherheit im Freistaat. Die Informationsfäden laufen im Cyber-Lagezentrum beim LfV zusammen. Geldmittel und sechs neue Stellen wurden für die Einrichtung mit dem Nachtragshaushalt bereitgestellt.


Die Arbeit wurde zum Jahresbeginn voll aufgenommen, parallel wird das Zentrum noch weiter ausgebaut, wie der Leiter George berichtet. Das dort erstellte gemeinsame Lagebild bekommen außer den beteiligten Behörden auch die Ministerien. Der Adressatenkreis könnte auch noch auf die IT-Sicherheitsbeauftragten der Landesbehörden ausgeweitet werden.

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