Konsultationsprozess zur Restrukturierung begonnen

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Hebt geschäftlich nicht ab wie geplant: der A400M von Airbus Defence and Space. (Foto: BS/Portugall)

Airbus Defence and Space hat Mitte Februar den Konsultationsprozess über die geplante Restrukturierung der Division mit dem Europäischen Betriebsrat des Unternehmens begonnen. Obwohl die Perspektiven insbesondere im Kerngeschäft nach wie vor stabil sind, wurden Restrukturierungsmaßnahmen notwendig, nachdem das dritte Jahr in Folge ein “Book-to-Bill”-Verhältnis vom Auftragseingang zum Umsatz von unter 1 erreicht wurde, d.h. der Auftragseingang ist geringer als der Umsatz. Dieser Nachfragerückgang ist nach Unternehmensangaben vor allem der Stagnation auf dem Raumfahrtmarkt und verzögerten Vertragsabschlüssen im Verteidigungsgeschäft zuzuschreiben. Insbesondere beim Militärtransporter A400M gebe es Probleme bei der Auslieferung.

Die den Arbeitnehmervertretern vom Spartenchef Dirk Hoke vorgestellten Pläne sehen den Abbau von 2.362 Arbeitsplätzen bis 2021 vor – 829 davon, d.h. die meisten, in Deutschland, 357 in Großbritannien, 630 in Spanien, 404 in Frankreich und 142 in weiteren Ländern. Diese Maßnahmen sollen durch ein verschärftes Rentabilitätsprogramm sowie durch zusätzliche Initiativen zur Steigerung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit und zur Sicherung der künftigen Positionierung der Division unterstützt werden.

Der Restrukturierungsbedarf wurde erstmals im Dezember des vergangenen Jahres bekanntgegeben und war ebenfalls ein Thema der Airbus-Bilanzpressekonferenz in Toulouse Mitte Februar. Airbus Defence and Space will fortlaufend über die Pläne informieren und den Dialog mit den Arbeitnehmervertretern weiterführen. Weitere finanzielle Auswirkungen werden derzeit geprüft und sollen zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt werden.

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