Risiken durch 5G

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Der Wissenschaftliche Dienst des Europäischen Parlaments warnt vor Risiken der 5G-Mobiltechnologie. (Foto: mohamed_hassan, pixabay.com)

Der Wissenschaftliche Dienst des Europäischen Parlaments (EPRS) weist in dem Dokument “Effects of 5G wireless communication on human health” auf die Risiken der 5G-Mobilfunktechnologie hin. Tenor des Briefings, das als Entscheidungsgrundlage für EU-Abgeordnete dient, ist die Forderung nach einem Moratorium für 5G.

Eine der Hauptaussagen aus dem Briefing ist, dass die bestehenden Grenzwerte nicht auf 5G anwendbar seien: “Die derzeitigen Vorsorgebestimmungen der EU über die Exposition gegenüber drahtlosen Signalen, die Empfehlung des Rates zur Begrenzung der Exposition der Bevölkerung gegenüber elektromagnetischen Feldern (0 Hz bis 300 GHz), ist nun 20 Jahre alt und berücksichtigt daher nicht die spezifischen technischen Merkmale von 5G.” Neben zahlreichen Studien werden alle Beschlüsse von EU-Gremien seit 1999 aufgezählt, in denen immer wieder auf die Gesundheitsgefahren durch Mobilfunkstrahlung hingewiesen und die Regierungen aufgefordert wurden, Schutzmaßnahmen zu ergreifen und Verbraucher über Gesundheitsgefahren durch Mobilfunkstrahlung aufzuklären.

Die Studienlage zu den bisherigen Frequenzen, also GSM, UMTS und LTE, weise eindeutig nach, dass sie die Gesundheit schädigen können. “Die aktuelle wissenschaftliche Literatur zeigt, dass dauerhaft einwirkende drahtlose Strahlung wahrscheinlich biologische Auswirkungen hat, was für die speziellen Merkmale von 5G in besonderer Weise zutrifft”, heißt es in dem Dokument. “Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass 5G die Gesundheit von Menschen, Pflanzen, Tieren, Insekten und Mikroben beeinträchtigen könnte – und da 5G eine noch nicht getestete Technologie ist, wäre ein vorsichtiger Ansatz angebracht. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, die Vereinbarungen von Helsinki und andere internationale Verträge erkennen an, dass ein erklärtes und informiertes Einverständnis der Betroffenen – bevor es zu Eingriffen kommt, welche die menschliche Gesundheit beeinträchtigen – ein wesentliches, grundlegendes Menschenrecht ist.”

Die Zusammenfassung des Briefings kann hier eingesehen werden.

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