Weniger Badetote

0
612
Die Kräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) konnten zwar viele Menschen aus dem Wasser retten. Dennoch ertranken 2019 in Deutschland mindestens 417 Personen. (Foto: BS/DLRG)

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland weniger Menschen ertrunken. 2019 gab es 417 Badetote. Das sind 17,3 Prozent weniger als noch 2018.

Die meisten Personen ertranken zuletzt in Binnengewässern. Dort starben mindestens 362 Menschen, was einem Gesamtanteil von rund 87 Prozent an allen Badetoten entspricht. In Nord- und Ostsee kamen 23 Personen. Auf die Ostsee entfielen dabei 18 Todesfälle, auf die Nordsee fünf, wie es von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hieß. Elf Opfer wurden 2019 in Schwimmbändern verzeichnet. 2018 waren hier noch 29 Tote zu beklagen gewesen. In privaten Swimmingpools ertranken zwei Menschen.

DLRG-Präsident Achim Haag sagte zu den Zahlen: “Flüsse, Seen oder Kanäle sind nach wie vor die größten Gefahrenquellen.” Nur vergleichsweise wenige Gewässerstellen würden von Rettungsschwimmern bewacht. “Das Risiko dort zu ertrinken, ist deshalb um ein Vielfaches höher als an Küsten oder in Schwimmbädern”, so Haag weiter.

Kinder besonders gefährdet

Besondere Risikogruppen für den Badetod sind Kinder, junge Menschen und Flüchtlinge. Im vergangenen Jahr starben bundesweit 17 Kinder im Vorschul- und acht im Grundschulalter im Wasser. Dazu meinte der DLRG-Präsident: “Hier ist sicherlich die zurückgehende Schwimmfertigkeit bei den Kindern eine Ursache.” Zudem ertranken 2019 Asylsuchende. Fast alle von ihnen waren Nichtschwimmer.

Die meisten Personen ertranken im letzten Jahr in Bayern (95). Auf Platz zwei folgt Nordrhein-Westfalen (65) und an dritter Stelle steht Niedersachsen (51). Es folgen Baden-Württemberg (37), Brandenburg (34) und Mecklenburg-Vorpommern (27).

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here