Keine Panik – aber dennoch Fragen

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Viele Fragen zum Coronavirus (Foto) sind noch unbeantwortet (Foto: Romolo Tavani, https://stock.adobe.com/de/ )

Jeden Tag stellen sich immer mehr Fragen. Und das nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern, sondern insbesondere auch den Hilfs- und Einsatzkräften mit Blick auf die eigene Sicherheit, aber noch mehr den Politikern: Wie gefährlich ist das Coronavirus wirklich?

Hinter vorgehaltener Hand spekuliert in Berlin die Bundespolitik längst über ein ungeahntes Gefahrenpotenzial des neuen Virus, das weit über das gekannte Maß einer Influenza hinausgehen könnte. Bundeswehr und Bundesnachrichtendienst (BND) greifen zu krassen Maßnahmen: keine Reisen, möglichst gar kein Außenkontakt mehr, um die Einsatzbereitschaft zu sichern. Die NATO empfängt keine Besucher mehr und es gilt striktes Reiseverbot. Die USA und Russland haben nach Bekanntwerden unmittelbar alle Reisen von und nach China verboten. Die Vereinigten Staaten haben ein Einreiseverbot für Europäer erlassen. Für alle Hilfsorganisationen, Feuerwehr und Rettungsdienste ist das keine Option. Der Dienst findet am Menschen oder Objekt statt.

Umso dringlicher wäre eine vorbehaltlose, alle möglichen Risiken berücksichtigende, Erörterung. Das sind die offenen Fragen:

  • Wieso verbreitet sich das Virus so schnell? 
  • Wieso gehen die Virologen davon aus, dass sich das Virus trotz des Sommers bis Ende des Jahres halten und ausbreiten wird?
  • Ist statt wie bisher angenommen auch eine Luftübertragung möglich?
  • Sind Kleinkinder entgegen bisheriger Annahmen nicht nur Infizierte, sondern auch Erkrankte?
  • Ist nach der Infizierung und dem Auskurieren eine zweite Infektion mit dem Virus möglich?

Starker Aktionismus

Diese Fragen stellen sich, weil es für jede einen Anlass gibt. Jeden Winter erleben wir eine Grippewelle. Im Winter 2017/2018 sind über 22.000 vornehmlich alte Menschen nicht direkt daran gestorben, aber zumindest, weil sie diese Grippe weiter geschwächt hat. Jetzt haben wir in Deutschland aktuell fünf Tote, aber Notstandsmaßnahmen, die ihresgleichen suchen. Noch niemals wurde wegen einer Grippewelle ein solcher Aktionismus wie jetzt entfacht, nicht einmal beim Vorläufer SARS.

Was macht also das neue Virus so viel gefährlicher als seine Vorgänger (jährliche Influenza, Schweine- und Vogelgrippe, SARS) und was macht es notwendig, radikalere Maßnahmen denn je gegen seine Ausbreitung zu ergreifen?

Tiermarkt oder Labor?

Antwort: einzig die Annahme, das Virus könne eben doch nicht vom Tiermarkt aus dem chinesischen Wuhan stammen. An dieser These gibt es bereits seit Wochen erhebliche Zweifel und zudem keinen Nachweis. Eine weitere These besagt, dass das Virus aus dem Nationalen Chinesischen Labor für Biosicherheit stammt, das eben in Wuhan 2017 fertiggestellt und 2018 in Betrieb ging. Das Labor, mit französischer Hilfe gebaut, gilt als Hochsicherheitseinrichtung. Es beansprucht die Stufe P 4. Doch keine internationale Zertifizierungsinstitution hat dies jemals akkreditiert. Das haben die Chinesen selbst gemacht. Die gelten aber eh als kritische Kantonisten in Sachen biologischer Sicherheit. So gab es 2004 einen Zwischenfall in einem Labor in Peking. Zwei Mitarbeiter wurden wegen Unachtsamkeit mit SARS infiziert.

Probleme auch in USA und Russland

Reichlich Probleme gab es mit solchen Labors auch in den USA. Der letzte bekannte Fall ist aus Russland zu vermelden. Nahe Nowosibirsk verursachte eine Explosion in einem P 4-Labor erst im letzten September Katastrophenalarm. Dort, wie in einem Labor der Seuchenbehörde der USA in der Nähe Atlantas, wird mit den gefährlichsten Viren gearbeitet: Ebola, HIV, Pocken, Milzbrand und eben auch Coronaviren.

Das Labor in Wuhan wurde nach der SARS-Epidemie zur Verbesserung der Prophylaxe eingerichtet. Doch es untersteht der Volksbefreiungsarmee. Dort dürfte daher maßgeblich auch an biologischen Kampfstoffen gearbeitet werden, so wie es Russland und die USA auch tun. Schon bei der Eröffnung des Labors gab es Kritik an mangelnder Sicherheit, besonders mit Blick auf die Schwachstelle, das Personal.

Impfstoff ist Science-Fiction

Was ist das Interesse des Militärs an allgemein verbreiteten Viren? Man könnte sie als biologische Waffe optimieren. Gain of function heißen diese Programme. Sie haben, einfach erklärt, zum Ziel, den Erreger gefährlicher zu machen. Sei es durch direkte Wirkung, durch verlangsamte oder durch verdeckte.

Es gibt keinen Beleg dafür, dass das neue Coronavirus aus dem Wuhan-Labor stammt. Aber auch keinen, dass er vom dortigen Tiermarkt kommt. Entscheidend ist die Aussage des international anerkannten Chefvirologen der Charité, Christian Drosten: Impfstoff ist Science-Fiction.

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