KI Made in Europe

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Vier vom KI-Netzwerk Claire koordinierte Projekte sollen dazu beitragen, ein wettbewerbsfähiges Ökosystem auf europäischer Ebene zu etablieren. (Foto: geralt/pixabay.com)

Mit einem Fördervolumen in Höhe von 50 Millionen Euro will die Europäische Kommission die KI-Forschung auf dem Kontinent vorantreiben. Die Gelder fließen an vier Projekte, die durch die Confederation of Laboratories for Artificial Intelligence Research in Europe, kurz Claire, koordiniert werden. Wie es vonseiten der Kommission heißt, handelt es sich um eine Startfinanzierung, der in naher Zukunft noch größere Investitionen folgen sollen. Langfristiges Ziel sei die Etablierung einer wettbewerbsfähigen Marke “KI Made in Europe”.

Im Portfolio der digitalen Welt zählt Künstliche Intelligenz (KI) zu den Schlüsseltechnologie der kommenden Jahre und Jahrzehnte. Um gegenüber Großnationen wie den USA oder China in Zukunft handlungsfähig zu bleiben, hat die Europäische Kommission nun im Rahmen des Förderprogramms Horizont 2020 (ICT-48-2020) Gelder in Höhe von 50 Millionen Euro vergeben. Ausgezeichnet wurden vier Forschungsvorhaben des europäischen KI-Netzwerks Claire, unter ihnen auch das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) mit dem Projekt “HumanE-AI-Net”. Mit ihm sollen die Grundlagen für KI-Systeme geschaffen werden, die den Menschen unterstützen, anstatt ihn zu ersetzen. Es sei entscheidend, die KI-Revolution in eine Richtung zu formen, die den europäischen Werten von individueller Selbstbestimmung und Demokratie standhalte, erklärt der Projektleiter Prof. Paul Lukowicz. Eine auf den Menschen ausgerichtete KI schaffe außerdem die Möglichkeit für ein einzigartiges Innovations-Ökosystem, das der europäischen Wirtschaft und Gesellschaft “einen vielfachen Return on Investment” biete, so Lukowicz.

Kritische Masse für Innovation schaffen

Weitere Zuwendungen gehen an die Universität Kinköping in Schweden, die mit dem Forschungsnetzwerk “TAILOR” den Boden für eine vertrauenswürdige KI in den Bereichen Gesundheit, Mobilität und Ressourcenmanagement bereiten will; an das griechische Zentrum für Forschung und Technologie Hellas, dessen “AI4Media” sich vor allem auf das Gebiet der Medienkonvergenz und der sozialen Medien fokussieren wird; und an die niederländische Universität Leiden, die mit “VISION” die Gesamtkoordination der Einzelnetzwerke übernehmen wird. Dessen Leiter, Prof. Holger Hoos, sieht breiten Raum für synergetische Prozesse zur Fortentwicklung der Schlüsseltechnologie. Potenzial in Europa sei vorhanden, jetzt gelte es, die KI-Gemeinschaften enger zusammenzubringen, um so eine kritische Masse in der Forschung und -Innovation zu schaffen.

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