Schärferes Vorgehen gegen Falschinformationen gefordert

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Derzeit machen viele Falschinformationen über das Corona-Virus und die Bewältigung der Krise die Runde im Netz. (Foto: pixel2013, www.pixabay.com)

Der Innenminister Niedersachsens, Boris Pistorius fordert Härte im Kampf gegen Falschinformationen über das Coronavirus in Sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten. Derweil präsentieren die Anbieter bereits Maßnahmen.

In Sozialen Netzwerken und WhatsApp kursieren seit Wochen Falschnachrichten über die Ausbreitung des Coronavirus und über die aktuelle Versorgungslage. Pistorius hält diese für gefährlich und fordert härteres Vorgehen gegen die Verbreitung. Dem Spiegel sagte Pistorius, solche irreführenden Informationen könnten Panik, Hamsterkäufe und Konflikte auslösen. “Wir müssen mit Bußgeldern oder sogar Strafandrohungen abschrecken.” Dazu seien Möglichkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz auszuloten oder das Strafgesetzbuch anzupassen.

Plattformen wollen kooperieren

Inzwischen haben die größten Betreiber von Online-Plattformen und Messengern angekündigt, gemeinsam gegen Falschinformationen und Betrugsversuche vorzugehen. Sachgemäße Informationen sollen sichtbarer gemacht werden. Außerdem wollen die Unternehmen wichtige Mitteilungen in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden verbreiten.

An der Kooperation nehmen Facebook (mit WhatsApp), Google (mit YouTube), Microsoft (mit LinkedIn), reddit und Twitter teil. Was sie konkret im Rahmen der Zusammenarbeit tun wollen, haben die Unternehmen noch nicht gesagt. Einzeln gehen sie aber bereits gegen Desinformationen vor. So entfernen Sie Werbung für angebliche Heilmittel gegen Coronaerkrankungen.

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