Berlin richtet reines COVID-19-Krankenhaus ein

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Dunkle Wolken über dem Roten Rathaus: Der Berliner Senat stellt sich aktuell darauf ein, dass sich die Krise rund um das Corona-Virus noch weiter zuspitzen könnte. (Foto: BS/susisorglos089/www.pixabay.com)

Der Berliner Senat richtet sich auf eine weitere Zuspitzung der Corona-Krise ein. Um sich für die anhaltende Situation zu wappnen, wurden in dieser Woche umfangreiche Maßnahmen zur Vorbereitung der Behandlung von COVID-19-Patientinnen und -Patienten beschlossen, unter anderem in Form eines neuen Krankenhauses, das sich ausschließlich um COVID-19-Fälle kümmern soll.

Zwar habe sich die Gesundheitsverwaltung der Hauptstadt in Zusammenarbeit mit den Berliner Krankenhäusern frühzeitig auf die Behandlung von Corona-Fällen vorbereitet. Durch die steigende Anzahl von Fällen und die immer ernster werdende gesamtgesellschaftliche Lage habe man nun aber noch “zwei weitere Maßnahmen beschlossen, die darüber hinaus die Kapazitäten erweitern”, so die Berliner Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kalayci, auf deren Vorlage die Maßnahmen beschlossen wurden: “Zum einen werden die Krankenhäuser per Rechtsverordnung verpflichtet, die planbaren OPs zu verschieben, um für mögliche COVID-19-Patientinnen und -Patienten frühzeitig Kapazitäten zu schaffen. Der Senat ist heute meinem Vorschlag gefolgt, die Einrichtung eines COVID-19-Krankenhauses mit Kapazitäten bis zu 1.000 Patientinnen und Patienten in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und anderen Partnern zu initiieren. Diese Maßnahme ist eine Ergänzung zu der gut aufgestellten Berliner Krankenhauslandschaft, um möglichen Engpässen zu begegnen.” Bislang haben die Planungen in der Hauptstadt, der Krise Herr zu werden, ein dreistufiges System zur Arbeitsteilung vorgesehen, “das die Arbeitsteilung zwischen den Krankenhäusern regelt. Darüber hinaus wurde verabredet, dass die Krankenhäuser ihre Kapazitäten für intensivmedizinische Behandlungen mit Beatmung erweitern”, erläutert die Senatorin.

Das zusätzliche COVID-19-Krankenhaus soll dabei in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und weiteren Partnern eingerichtet werden. Das Krankenhaus soll ergänzend und ausschließlich zur Vermeidung eines realen Engpasses genutzt werden und leicht Erkrankte mit der Notwendigkeit der stationären Versorgung sowie Notfallbeatmungspatientinnen und -patienten versorgen. Wie überall in der Republik ist man auch in Berlin davon überzeugt, dass es aufgrund der SARS-CoV-2-Pandemie mehr COVID-19-Erkrankte geben wird. Mit dem höchsten Patientenaufkommen rechnet man dabei, je nach dem weiteren Verlauf der Pandemie, voraussichtlich im Laufe der kommenden Monate.

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