Cyber-Kriminelle wollen angeblich Krankenhäuser verschonen

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Wenn wegen Cyber-Angriffen auf Krankenhäuser Betten leer bleiben müssten, würde das die Gesundheitsversorgung weiter belasten. (Foto: 1662222, www.pixabay.com)

Zwei der aktivsten cyber-kriminellen Gruppen haben angekündigt, keine Krankenhäuser mehr mit Verschlüsselungstrojanern erpressen zu wollen.

So haben die Täter hinter dem Schadprogramm Maze eine offizielle Pressmitteilung veröffentlicht. Darin heißt es, sämtliche Aktivitäten gegen alle Arten medizinischer Einrichtungen würden bis zur Stabilisierung der Covid-19-Pandemie eingestellt. Außerdem habe das Team entschieden, Unternehmen so gut wie möglich helfen zu wollen. Betroffenen ihrer Schadsoftware versprechen sie “exklusive Rabatte” für die Entschlüsselung und die Löschung von entwendeten Daten.

Die Macher des Verschlüsselungstrojaners DoppelPaymer, versicherten auf Anfrage des IT-Sicherheitsportals Bleeping Computer, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Sicherheitsbehörden generell als Ziele zu vermeiden. Würden solche Einrichtungen versehentlich getroffen, erfolge die Entschlüsselung kostenlos.

Keine Rückmeldung erhielt Bleeping Computer von der Gruppe, die mit Emotet als Türöffner und dem Verschlüsselungstrojaner Ryuk agiert. Diese Schadsoftware hatte in den letzten Monaten etliche Unternehmen und auch öffentliche Einrichtungen empfindlich getroffen. Vor wenigen Tagen war eine tschechische Uni-Klinik von einem nicht näher bestimmten Cyber-Angriff betroffen gewesen. Dort werden auch Proben auf das Coronavirus getestet.

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