Grüne fordern neue Behörde für Medienbildung

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Die meisten Kinder und Jugendlichen nutzen digitale Medien selbstverständlich. Die kritische Auseinandersetzung im Schulunterricht könnte durch eine "Bundeszentrale für digitale und Medienbildung" gefördert werden. (Foto: nicolagiordano, www.pixabay.com)

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Grüne wollen eine “Bundeszentrale für digitale und Medienbildung”. Nach dem Vorbild der Bundeszentrale für politische Bildung soll die Behörde Lehrmaterialen anbieten, Lehrer beraten und pädagogische Projekte durchführen.

Die Grünen sehen durch die fortschreitende Digitalisierung den Bedarf pädagogischer Begleitung, um Kompetenzen im Umgang mit den neuen Medien und Anwendungen bei Schülern, Lehrern und Eltern zu stärken. Sie sollen informierter und kritischer mit den Angeboten umgehen können. Risiken von Desinformation, Cyber-Kriminalität und Datenmissbrauch sollen sie besser einschätzen lernen.

Dazu will die Fraktion einen Antrag im Bundestag einbringen. Margit Stumpp, bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion sagt, der Digitalpakt Schule werde nur dann zum Erfolg, wenn die Technik auch kompetent genutzt werde. “Und dies wird nur geschehen, wenn die Lehrerinnen und Lehrer sich ausreichend gewappnet sehen. Die Bundeszentrale wird somit ein Schlüssel für den Erfolg des Digitalpakts.” Die Behörde soll nach Vorstellung der Grünen mit jährlich 10 Millionen Euro finanziert werden.

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