Digitale Lehre auf dem “VirtualCampusBerlin”

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Die Berliner Hochschulen, im Bild das Hauptgebäude der Humboldt-Universität, erhalten eine zusätzliche Finanzspritze in Höhe von 10 Millionen Euro, um ihre ursprünglich im Präsenzbetrieb geplanten Lehr- und Prüfungsangebote auch digital anbieten zu können. (Foto: BS/falco/www.pixabay.com)

Schulen, Universitäten und sonstige Lehrinstitute strukturieren sich derzeit breitflächig neu, um auch in der Zeit des angeordneten “Social Distancing” ihre Inhalte überbringen zu können. Um die digitalen Lehr- und Prüfungsformate in der Hauptstadt ausbauen zu können, erhalten die Berliner Hochschulen nun eine Förderung in Höhe von 10 Millionen Euro.

Beschlossen wurde das Sofortprogramm “VirtualCampusBerlin” durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller. Die Mittel werden den Hochschulen der Hauptstadt umgehend zur Verfügung gestellt, um deren Bemühungen zu unterstützen, möglichst viele der normalerweise in Präsenzform geplanten Lehr- und Prüfungsveranstaltungen auf digitale Formate umzustellen und bereits im Anfang April startenden Sommersemester 2020 anzubieten. Die Investitionen aus dem Förderprogramm sollen in zusätzliche IT-Infrastruktur wie beispielweise neue Server, sowie Videokonferenz-Anlagen und Softwarelizenzen gesteckt werden. Zudem sollen die Digitalisierungsinitiativen der Hochschulen auch für die Zukunft nachhaltig gestärkt werden. Aufgrund der COVID-19-Pandemie gibt es an den Berliner Hochschulen, ähnlich wie an sämtlichen anderen Bildungseinrichtungen in der Republik, aktuell keine Lehrveranstaltungen und Prüfungstermine in Präsenz. Ab dem 20. März sind die Wissenschaftseinrichtungen in Berlin in den Präsenznotbetrieb übergegangen, der offizielle Beginn der Vorlesungszeit im Sommersemester 2020 ist zunächst auf den 20. April verschoben.

Für Wissenschaftssenator und Regierenden Bürgermeister Michael Müller war ein Sofortprogramm in Millionenhöhe notwendig geworden, da die aktuelle Pandemie “auch Deutschlands größten Wissenschaftsstandort und unsere fast 200.000 Studierenden vor neue Herausforderungen” stelle. “Der Präsenzbetrieb an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist zwar stark eingeschränkt, aber wir arbeiten gemeinsam daran, möglichst viele Seminare und Vorlesungen digital zugänglich zu machen und auch verlässliche neue Formate für Online-Prüfungen zu gestalten. Das wird nicht für alle Fächer gleichermaßen möglich sein und manches auch nicht von heute auf morgen gehen. Ich bin mir dennoch sicher, dass unsere Hochschulen mit viel Kompetenz, Engagement und Kreativität auch in der aktuellen Notsituation einiges auf die Beine stellen können.” Neben dem nun neu beschlossenen Programm “VirtualCampusBerlin”, das Müller auch als Investition für die Zukunft versteht, werde die Stadt Berlin die Bildungseinrichtungen auch “weiterhin unterstützen und auf Bedarfe flexibel reagieren.”

Die täglich konferierende COVID-19 Taskforce der Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung unter Beteiligung der Berliner Hochschulen und Forschungsinstitute hat in den vergangenen Tagen über Möglichkeiten zum Ausbau von digitalen Lehr- und Prüfungsangeboten beraten und vereinbart, dass die Hochschulen hierfür zügig eigene Maßnahmen entwickeln. Gemeinsames Ziel sei es dabei, möglichst viele der Präsenzveranstaltungen digital abzubilden und für das Sommersemester 2020 anzubieten. Das nun aufgesetzte Sofortprogramm soll die Hochschulen dabei unterstützen. Damit wird die Förderung der Digitalisierung weiter ausgebaut, die die Hochschulen bereits im Rahmen der laufenden Hochschulverträge im Umfang von 28 Millionen Euro erhalten.

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