Verfassungsschutz warnt

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Der Chef des Hamburger Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV), Torsten Voß, warnt vor den Aktivitäten des Al-Azhari-Instituts. (Foto: BS/LfV Hamburg)

Das Hamburger Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) warnt vor Bestrebungen eines Instituts in der Hansestadt zur Errichtung einer islamistischen Gesellschaftsordnung hierzulande. Konkret geht es um das in St. Georg angesiedelte Al-Azhari-Institut.

Dieses bietet zahlreiche Lehrgänge zum Thema Islam an und richtet sich damit unter anderem an Behörden, Lehrer und Schüler. Zudem gibt es Koran- und Sprachunterricht für Erwachsene und Kinder. Dies diene der Förderung der interkulturellen Arbeit und des interreligiösen Dialogs, heißt es.

Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes hingegen wird dort ein Islamverständnis vermittelt, welches mit der hiesigen freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht vereinbar ist. So sollte es in naher Zukunft etwa eine Veranstaltungsreihe mit einem islamistischen Prediger geben. Es ist von Verstößen gegen den Gleichheitsgrundsatz sowie gegen das grundgesetzliche Rechtsstaats- und Demokratieprinzip die Rede. Das LfV rät davon ab, an Veranstaltungen des Instituts teilzunehmen.

Gewalt wurde gerechtfertigt

So soll dort unter anderem Gewalt gegen Frauen, die nichts ohne die Erlaubnis ihres Mannes tun können sollten, legitimiert worden sein. Außerdem soll dazu aufgerufen worden sein, primär der Scharia zu folgen, und es soll zu antisemitischen Aussagen gekommen sein. Das Grundgesetz wurde in diesem Zusammenhang als nachrangig bezeichnet, berichtete LfV-Chef Torsten Voß. “Außerdem wurden Anwesende aufgefordert, ein islamistisches politisches System zu errichten”, so Voß weiter. Der LfV-Chef unterstreicht: “Wer an Veranstaltungen und Unterrichten des Instituts teilnimmt, macht mit Islamisten gemeinsame Sache.”

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