#WirVsVirus: Mit digitalen Ideen der Krise entgegen

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Rekordverdächtig: Über 42.000 Teilnehmer brachten im Rahmen des Hackathons ihre Lösungen zur Bewältigung der Corona-Krise ein. (Foto: Die Bundesregierung)

Mit Besucherzahlen von mehr als 42.000 Teilnehmern aus dem In- und Ausland ist der Hackathon #WirVsVirus diesen Sonntag zu Ende gegangen. Die Veranstaltung erging als Aufruf der Bundesregierung an die Bevölkerung, Lösungen im Kampf gegen den Coronavirus zu finden. Herausgekommen sind rund 1.500 Ideen, wie die Krise mithilfe digitaler Konzepte in ihren Auswirkungen auf Wirtschaft und Zivilgesellschaft abgeschwächt werden könne. Die Bundesregierung hat zugesagt, die besten Lösungen zeitnah umsetzen zu wollen. Nun soll in den kommenden Tagen eine Jury entscheiden, welche Projekte künftig weiter gefördert werden sollen.    

“Ich bin sehr, sehr beeindruckt. Das war offenkundig der größte Hackathon, der jemals weltweit durchgeführt wurde.” Sichtlich bewegt wandte sich Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramtes und Schirmherr von #WirVsVirus, am Sonntagabend via Youtube-Schalte an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung und bedankte sich für die rege Beteiligung. Fast 43.000 Bürgerinnen und Bürger hatten sich der Initiative angeschlossen und ihre – wie es im Jargon der Tech-Community heißt – Challenges formuliert. Über 48 Stunden verteilt gingen knapp 1.500 Projektideen ein, allein 100 Herausforderungen stammten von der Regierung selbst, hieß es aus dem Bundeskanzleramt. “Unser Land und die ganze Welt ist in einer ernsten Lage”, erklärte Braun. “Und dass so viele freiwillig mithelfen, die Dinge zu tun, die die Bundesregierung alleine nicht geschafft hätte, ist wirklich toll.” Der Andrang war anfangs so hoch, dass die Server des Anbieters Slack zwischenzeitlich in die Knie gingen.  

Ideen zeitnah umsetzen

So breit das Teilnehmerfeld, so divers die eingebrachten Ideen, die vom Lebensmittel-Matching über Datenmanagement bis hin zur mentalen Gesundheitspflege reichen (hier ein Überblick). Obschon sich unter den Projekten vereinzelt auch analoge Lösungen wie der “Corona Call”, ein Hotline-Dienst insbesondere für ältere Bürgerinnen und Bürger, wiederfinden, spielt sich das Gros im Digitalen ab. Hier sind es meist Vorschläge zur Einrichtung mobiler Services, die den Informationsfluss in Zeiten der Isolation aufrechterhalten sollen. Hinzu kommen zahlreiche koordinatorische Programme wie beispielsweise die App “Appgrade”, die eine verbesserte Zuweisung von Pflegepersonal in Aussicht stellt.   

Bis zum kommenden Wochenende soll nun eine Jury darüber entscheiden, welche Projekte künftig weiter gefördert werden sollen. Die Herausforderung sei nun, die Ergebnisse schnell in die Praxis zu überführen, wie Braun abschließend hervorhebt: “Ich sehe es jetzt als meine Verpflichtung an, dass wir uns die Ergebnisse anschauen und mithelfen, dass ganz viele der guten Ideen jetzt auch in der Wirklichkeit landen, wo sie den Menschen wirklich nützen.”

#WirVsVirus wurde gemeinsam von der Bundesregierung mit Tech4Germany, Code for Germany, dem Impact Hub Berlin, ProjectTogether, SEND e.V., der Initiative D21 und Prototype Fund ausgerichtet.

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