Einheitliche Regelung für Telekommunikationsnetze gefordert

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Da fast das ganze Land im Home Office unterwegs ist, leiden aktuell die Kommunikationsnetze unter ungewohnten Auslastungen. Um einen Ausfall zu verhindern, fordern die entsprechenden Verbände nun gemeinsam eine bundesweit einheitliche Regelung für ihre Techniker. (Foto: blickpixel/www.pixabay.com)

Unter der aktuellen Krisensituation ächzt nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Telekommunikationsnetze. Diese Netze stellen den Backbone einer arbeitenden Gesellschaft dar, die sich zu größten Teilen im erzwungenen Home Office befindet. Um die Infrastruktur mit der extremen Belastung aufrechterhalten zu können, die die Netze derzeit erfahren, ist laut den Netzbetreibern der direkte und schnelle Zugang zu Telekommunikationsanlagen von immenser Bedeutung. Dabei geht es nicht nur um Telefonboxen, sondern um den Zugang zu Anlagen der Sprach- und Datenkommunikation sowie der Fernseh- und Radioübertragung.

Damit die Unternehmen und ihre Dienstleister gerade in diesen Zeiten möglichst uneingeschränkten Zugang zu diesen Anlagen erhalten, fordern die Verbände ANGA, Bitkom, BREKO, BUGLAS und VATM stellvertretend für die unter ihren Dächern organisierten Telekommunikationsnetzbetreiber eine einfache und bundesweit einheitliche Regelung um sicherzustellen, dass Unternehmen und ihre Dienstleister eine Sondergenehmigung für Servicetechniker erhalten: “Die Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung und der Verwaltung, die Tätigkeit von Sicherheitsbehörden, die Verhinderung von Versorgungsengpässen, die wirtschaftliche Tätigkeit der Industrie und vieler Unternehmen, ebenso wie das mobile Arbeiten und die private Kommunikation hängen von einem einwandfreien Funktionieren der Telekommunikationsnetze ab. Unsere Unternehmen und ihre Dienstleister benötigen eine einfache und bundesweit einheitliche Sondergenehmigung, die ihnen auch im Fall noch weiterreichender Einschränkungen gestattet, für die Sicherstellung des Netzbetriebs zu sorgen”, betonen die Präsidenten der Verbände Thomas Braun (ANGA), Achim Berg (Bitkom), Norbert Westfal (BREKO), Theo Weirich (BUGLAS) und Martin Witt (VATM) in einem gemeinsamen Statement zur Situation.

Angesichts zunehmender Beschränkungen der Bewegungsfreiheit als Folge der COVID-19-Pandemie müssten Bund und Länder dafür sorgen, dass der Zugang von Servicetechnikern zu Anlagen der Sprach- und Datenkommunikation sowie der Fernseh- und Radioübertragung sichergestellt sei. Dabei würden selbstverständlich die notwendigen und gebotenen Schutzmaßnahmen im Sinne des Gesundheitsschutzes von Kundinnen und Kunden sowie aller weiteren Personen, aber auch sich selbst eingehalten.

Um die Sache proaktiv anzugehen, haben die Verbände den Verantwortlichen in Bund und Ländern einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet. Dazu erklären die Präsidenten der unterzeichnenden Verbände: “Wir gehen davon aus, dass Krisenstab, Länder und Kommunen zeitnah die erforderlichen Grundlagen für entsprechende Ausnahmerechte schaffen.”

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