Durchbruch bei E-Rechnungsstandards

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Gemeinsam sollen ZUGFeRD 2.1 und Factur-X 1.0 dazu beitragen, die Akzeptanz von elektronischen Rechnungen zu erhöhen und einen allgemeinen Standard in Europa zu definieren. (Foto: cloudhoreca/pixabay.com)

Deutschland und Frankreich rücken wirtschaftlich und digital noch enger zusammen: Mit der Veröffentlichung von ZUGFeRD 2.1 und Factur-X 1.0 stehen fortan vollständig kompatible und technisch identische Formate für den elektronischen Rechnungsaustausch zur Verfügung. Zugutekommen soll das vor allem der mittelständischen Wirtschaft, der damit der grenzüberschreitende Rechnungsverkehr signifikant erleichtert werden soll.

Ab sofort stehen mit ZUGFeRD 2.1 und Factur-X 1.0 elektronische Lösungen für den grenzüberschreitenden Rechnungsverkehr zwischen Deutschland und Frankreich zu Verfügung. In beiden Fällen handelt es sich um hybride Rechnungsformate, die sich sowohl als PDF- wie auch als XML-Datei auslesen lassen. Technisch basieren sie auf dem UN/CEFACT Standard “Cross Industry Invoice (CII)” bzw. dem ISO-Standard PDF/A-3 und entsprechen damit der europäischen Norm zur Gewährleistung von Interoperabilität und Rechtskonformität (EN 16931). Zum Einsatz kommen sollen die neuen Versionen der E-Formate beim Rechnungsaustausch zwischen Unternehmen (B2B) wie auch zwischen Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung (B2G).   

“Diese erfolgreiche deutsch-französische Zusammenarbeit bringt die Digitalisierung in der Wirtschaft weiter voran und macht Schluss mit der Zettelwirtschaft in diesem Bereich. Der neue gemeinsame Standard orientiert sich eng an den Bedürfnissen insbesondere der mittelständischen Wirtschaft und wird den grenzüberschreitenden elektronischen Rechnungsaustausch mit Frankreich stark vereinfachen”, begrüßt Dr. Ulrich Nussbaum, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), den jetzt erzielten Durchbruch.   

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