KI energieeffizient nutzen

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Um digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz in den Dienst des Klimaschutzes zu stellen, müssen ökologisch und ökonomisch ausgewogene Entwicklungspfade eingeschlagen werden, so die Empfehlung der Studie. (Screenshot: BS/Thomas Petersdorff)

Zu Zwecken besserer Orientierung lohnt stets der Blick über den nationalen Tellerrand hinaus, auch bei einem Megathema wie der Künstlichen Intelligenz (KI). In einer jüngst vorgelegten Studie untersucht die Deutsche Energie-Agentur (dena), welche globalen Trends derzeit bei der KI vorherrschen und welche Schritte darüber hinaus notwendig sind, um digitale Technologien wie selbstlernende Systeme in den Dienst des Klimaschutzes zu stellen. 

Im Reigen der digitalen Welt zeichnet sich mehr und mehr eine Schlüsselrolle der Künstlichen Intelligenz (KI) ab. Ihr werden Potenziale zugesagt, die Wirtschaft, Klimaschutz und Gesellschaft nachhaltig verändern sollen. Das weckt Begehrlichkeiten. International ist inzwischen ein regelrechter Kampf um die Vorherrschaft im Bereich der KI entbrannt. Derzeit sind die USA und China dabei, ihre Führungsposition zu konsolidieren; aber auch Deutschland und Europa wollen sich am Markt positionieren, unter anderem durch den Aufbau neuer Ökosysteme sowie einer exzellenten Forschung. Die Strategien und Herangehensweisen ans Thema KI fallen dabei denkbar heterogen aus.

Die dena-Analyse erfasst und bildet aktuelle Entwicklungstrends in einem globalen Rahmen ab. Beobachtet werden der Einfluss von KI auf Politik und Gesellschaft, Forschung, Technologie und Wirtschaft in den USA, China, Europa und Israel. Wie wichtig dabei das Moment des Vergleichs ist – auch mit Blick auf die Vereinbarkeit von KI und Klimaschutz –, betont der Geschäftsführer der dena, Andreas Kuhlmann: “Es lohnt sich zu schauen, wie andere Nationen den großen politischen, gesellschaftlichen und technologischen Herausforderungen, die mit KI verbunden sind, begegnen. Daraus lassen sich wichtige Schlüsse für den deutschen Energiesektor ziehen – aus denen wiederum Innovations-Chancen entstehen.”

Empfehlungen für die Energiewende

Aus ihrer Untersuchung leitet die Studie fünf Handlungsempfehlungen ab. Diese richten sich zum einen an Politik und Forschung, die dazu aufgerufen werden, die Entwicklung energieeffizienter IT-Lösungen zu forcieren, um den derzeitigen Widerspruch von Technik und Klimaschutz zu beruhigen (1). Im selben Zug regt die dena an, KI-Start Ups mit dem nötigen Energie-Knowhow zu versorgen, um den Transfer innovativer Geschäftsmodelle in den Energiemarkt zu gewährleisten (2). Große Potenziale vermutet die Studie außerdem bei der Verknüpfung von Künstlicher Intelligenz und Blockchain, wie sie derzeit im “Future Energy Lab” politiert werde (3). Ferner rät man zu einer stärkeren Einbindung der Zivilgesellschaft, die in einen branchenübergreifenden Dialog über die Rolle der KI in der Energiewende eingespannt werden müsse (4). Zum anderen sieht die Studie aber auch die Energiebranche in der Pflicht, mit Experten Modelle zu entwickeln, die es gestatten, eingehende Daten unter größtmöglichem Schutz ökonomisch zu verwerten (5).

Die dena-Analyse “Globale Trends der künstlichen Intelligenz und deren Implikationen für die Energiewirtschaft” wurde im Rahmen des Projektes “EnerKI – Einsatz künstlicher Intelligenz zur Optimierung des Energiesystems” erstellt und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Einblick in die Studie erhält man hier.

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