Lange Umsetzungsdauer

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Um auf allen Bundeswasserstraßen einen zweilagigen Containerverkehr zu ermöglichen, müssten 430 Brücken so wie diese über die Weser bei Petershagen angehoben werden. (Foto: BS/Reinhard Kirchner, pixabay.com)

Nach den europäischen Leitlinien für transeuropäische Netze (TEN-Leitlinien) wird für Brücken über Europas Wasserstraßen eine Durchfahrtshöhe von 5,25 Metern angestrebt. Bis diese Vorgabe in Deutschland überall umgesetzt ist, werden wahrscheinlich Jahrzehnte vergehen.

1.337 Brücken im Besitz des Bundes queren Flüsse und Kanäle zwischen Flensburg und Garmisch-Patenkirchen. 430 davon müssten angehoben werden, um die genannte Durchfahrtshöhe zu erreichen, wie die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage im Bundestag bekannt gibt (Drucksache 19/17957). Allerdings sei eine vorgezogene Anhebung vor den entsprechenden Ersatzinvestitionen nur sinnvoll, wenn die Befahrbarkeit einer Relation signifikant verbessert werde und die Maßnahme wirtschaftlich sinnvoll sei. Zwar werde im gesamten Bundeswasserstraßennetz entsprechend der TEN-Leitlinien die Mindestdurchfahrtshöhe von 5,25 Metern für einen zweilagigen Containerverkehr angestrebt. Doch konnten im Zuge des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2030 “bei keiner der untersuchten Relationen hierfür eine Wirtschaftlichkeit nachgewiesen werden”, heißt es in der Antwort.

Unternehmen Verkehrsträger, wie die Deutsche Bahn, Anpassungsmaßnahmen sind sie verpflichtet, die Mindestdurchfahrtshöhe herzustellen. Ansonsten erfolgt dies erst, wenn ein Brückenersatz notwendig wird. Bei 430 betroffenen Brücken wird diese Aufgabe Jahrzehnte dauern. Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, sind in den letzten fünf Jahren zwölf Brücken angehoben worden, sieben davon auf dem Dortmund-Ems-Kanal.

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