Falschnachrichten verbreiten sich derzeit besonders schnell

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In Krisenzeiten haben Fake News Hochkonjunktur. (Foto: Jounolink, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Irreführende oder falsche Meldungen und Nachrichten über das Corona-Virus sind nicht nur zahlreich. Sie verbreiten sich auch besonders schnell in Sozialen Netzwerken und über Messenger.

Zwar gebe es grundsätzlich immer Falschinformationen, wie der Medienpsychologe Tobias Rothmund erklärt. Besonders stark würden sie sich aber weiterverbreiten, wenn Menschen verunsichert seien oder sich bedroht fühlten. Die Corona-Pandemie schüre Ängste und führe zu einem hohen Informationsbedarf. “Wir suchen nach Antworten und dabei stoßen Falschinformationen in Informationslücken”, so der Forscher. Gefeit sei grundsätzlich niemand vor Fakes. “Es gibt für jeden Menschen die passende Falschmeldung”, so Rothmund weiter. “Wenn eine Information meine Sorgen, Wünsche, Überzeugungen anspricht, dann bin ich besonders gefährdet, sie zu glauben und zu teilen.”

Besonders kritisch sieht Rothmund Falschmeldungen, die zu Gesundheitsschäden führen könnten, indem irreführende Tipps zur Vorbeugung und Behandlung der Infektion gestreut werden. So verbreiteten sich in den letzten Tagen und Wochen falsche Behauptungen, das Virus sterbe bei einer Temperatur von 26 Grad Celsius, Alkoholgenuss beuge effektiv vor oder Chlordioxid helfe zuverlässig und ohne Nebenwirkungen bei einer Erkrankung.

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