Gütersloh startet App für Koordination von Hilfsaktionen

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Ursprünglich für die allgemeine Koordination von Freiwilligen-Projekten konzipiert, erlebt die Gütersloher VoluMap-App nun mit der Corona-Krise ihren ersten Härtetest. (Grafik: BS/Stadt Gütersloh)

In ganz Deutschland machen im Zuge der Corona-Krise Meldungen von Solidaritätsaktionen die Runde. Viele Menschen bieten Nachbarschaftshilfe an und gehen beispielsweise für ältere Menschen aus ihrem Umfeld einkaufen. Auch Vereine suchen Helfer, um gemeinsam und koordiniert ehrenamtliche Aufgaben zu übernehmen. Das kann neben dem Einkauf auch Kinderbetreuung sein, das können Transportfahrten mit dem Auto sein, um Essen auszufahren oder ein regelmäßiges Telefongespräch, um der Einsamkeit entgegenzuwirken. Um freiwillige Hilfsangebote und diejenigen, die Unterstützung suchen, koordiniert zusammenzubringen, bietet die Stadt Gütersloh ab sofort die “VoluMap” zum kostenfreien Download an. Die App steht ab sofort im Play Store (für Android) und im Apple Store (für iPhone) bereit und soll Hilfsbereite und Hilfesuchende dabei unterstützen, besser und unkomplizierter zusammenzufinden.

Schon vor der aktuellen Krisensituation als Verbindungstool zwischen freiwilligen “Spontanhelfern” und Vereinen konzipiert, die Helfer für soziale Projekte suchen, erlebt die App nach einer ersten Testphase nun unmittelbar ihre Bewährungsprobe. Und das auf eine Art und Weise, die sich vor wenigen Wochen noch niemand wirklich hätte vorstellen können. Der Zeitpunkt für den Start der VoluMap, deren Name sich aus den englischen Begriffen “Volunteer” (zu deutsch Freiwilliger) sowie “map” (Landkarte) zusammensetzt, könnte also kaum besser sein. Mit dem Angebot bietet die Stadt nun die Möglichkeit, Hilfsangebote an einer Stelle gebündelt anzubieten und zu koordinieren. Mit dieser technischen Hilfe soll ein Netzwerk aufgebaut werden, das in der momentanen Situation ganz besonders von Nutzen ist.

Live-Betrieb nur für Corona-Hilfe

Entwickelt wurde die Anwendung auf Initiative des Bürgermeisters Henning Schulz in Zusammenarbeit mit dem Gütersloher Unternehmen Topocare, das normalerweise Lösungen für intelligenten Hochwasserschutz herstellt. Über die Akquise von Fördermitteln des Bundes wurde das gemeinsame Projekt zur Marktreife gebracht. Statt, wie ursprünglich geplant, eine themenoffene Hilfsplattform herauszugeben, die die gesamte Bandbreite von möglichen Projekten für Freiwillige abdeckt, konzentriert sich die App aufgrund der aktuellen Entwicklungen nun vorerst komplett auf die “Corona-Hilfe”, erklärt Bürgermeister Schulz: “Jetzt ist es wichtig, dass diejenigen, die in Gütersloh helfen wollen, die App so schnell wie möglich herunterladen. Dann kann – egal ob mit oder ohne Registrierung – das passende Hilfsangebot gefunden werden und in Echtzeit koordiniert werden.”

Die Koordination für die Hilfsangebote der App liegt bei der Ehrenamtsbeauftragten der Stadt Gütersloh, Elke Pauly-Teismann. Bei ihr können sich die Vereine und Institutionen melden, die ihre Hilfsangebote in der VoluMap platzieren wollen, die durch Pauly-Teismann persönlich geprüft und freigegeben werden. So soll von Seiten der Stadt gewährleistet werden, dass es sich bei den Inhalten ausschließlich um seriöse Angebote handelt, die den Qualitätskriterium der Freiwilligen-Arbeit entsprechen. So soll die App “eine Einladung sein, Hilfsangebote und Aufrufe an Freiwillige an einer Stelle zu bündeln, damit alle voneinander profitieren können, gleichzeitig mit ihren Angeboten erkennbar und individuell bleiben”, erklärt die Ehrenamtsbeauftragte abschließend.

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