Jeder Zehnte im Home-Office ist kaum geschützt

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Das Home-Office hat seine Annehmlichkeiten. Ist aber eine Herausforderung für die Informationssicherheit. (Foto: Elchinator, www.pixabay.com)

Derzeit arbeiten so viele Beschäftigte zu Hause wie nie zuvor. Dabei fehlt es aber mehr als jedem Zehnten an Schutzvorkehrungen. Cyber-Kriminelle oder -Spione, die es auf Organisationen abgesehen haben, finden deshalb bei den Heimarbeitern Einstiegspunkte. Auch gegen einen physischen Zugriff auf die Geräte werden häufig keine Maßnahmen ergriffen.

So ist nicht einmal bei einem Drittel der Nutzerinnen und Nutzer (27 Prozent) eine Mehr-Faktor-Authentifizierung zu Anmeldung am Gerät oder Anwendungen der Organisation nötig. Nur bei rund zwei Dritteln ist der Rechner überhaupt passwortgeschützt. Ein Virenschutzprogramm haben gerade einmal 61 Prozent installiert. Rund die Hälfte der Nutzer im Home-Office trennt nicht sauber zwischen privatem und dienstlichem Rechner. Verschlüsselung von E-Mails und Datenübermittlungen sowie VPN-Verbindungen für den sicheren Zugriff auf Organisationsnetzwerke nutzen nur jeweils vier von zehn.

Das sind Ergebnisse einer Umfrage des TeleTrust im März. Der Vorsitzende des IT-Sicherheitsverbands Prof. Dr. Norbert Pohlmann sagt, das Ergebnis zeige bestehendes Problembewusstsein, die technischen Maßnahmen seien aber noch verbesserungsbedürftig. “Wenn es gelingt, den jetzt zu verzeichnenden Digitalisierungsschub flächendeckend und nachhaltig mit einem angemessenen Maß an IT-Sicherheit zu verbinden, bewirkt die aktuelle Situation hoffentlich etwas Positives.”

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