KfW: Gute Bilanz 2019, schwieriges Umfeld 2020 erwartet

0
596
Der Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe, Dr. Günther Bräunig, hier Ende Januar gemeinsam mit Vorstandsmitglied Melanie Kehr auf der Jahresauftaktpressekonferenz 2020, konnte heute auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 verkünden und warf gleichzeitig den Blick in ein schwieriges Jahr 2020. (Foto: KfW Bankengruppe/Jens Steingässer)

Die KfW hat heute die Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 präsentiert. So konnte das Gesamtfördervolumen der Bankengruppe im Jahr 2019 um 1,8 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr auf 77,3 Mrd. Euro gesteigert werden.

Hierzulande ging die Förderung von Unternehmen, Privatkunden und Kommunen in Deutschland allerdings zurück. Die Nachfrage nach Förderkrediten war aufgrund des Niedrigzinsumfelds sowie der guten Finanzierungsbedingungen insgesamt rückläufig (2018: 46,0 Mrd. Euro; 2019 43,4 Mrd. Euro). Jedoch stieg in einzelnen Programmen wie im KfW-Unternehmerkredit, Wohneigentumsprogramm oder beim Baukindergeld die Nachfrage.

Gute Kapitalbasis für KfW-Corona-Hilfen

Für das Geschäftsjahr 2019 konnte die KfW insgesamt einen Konzerngewinn von 1.367 Mio. Euro verbuchen. “Mit dem Konzerngewinn verbessert die KfW in einer aktuell gewaltigen Krisensituation die wichtige Kapitalbasis und steigert ihre Kernkapitalquote auf 21,3 Prozent”, erklärt Dr. Günther Bräunig, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe im Rahmen der Bilanzpressekonferenz. Bräunig weiter: “Wir setzen unsere ganze Erfahrung und Kraft daran, im Auftrag des Bundes und im Schulterschluss mit der deutschen Kreditwirtschaft die KfW-Corona-Hilfe umzusetzen. Ziel ist es Unternehmen zu helfen und sie schnell mit Liquidität zu versorgen. Diese herausfordernde Aufgabe wird das Geschäftsjahr 2020 der KfW maßgeblich prägen.” Seit Start des Programms hat die KfW bis gestern 2.432 Anträge mit einem Gesamtvolumen ca. 9,8 Mrd. Euro entgegengenommen.

Corona beeinträchtigt auch KfW-Ergebnis

Für 2020 wird erwartet, dass die aktuellen Entwicklungen in Zusammenhang mit der Verbreitung des Corona-Virus und der hieraus resultierenden weltweiten Verschlechterung der ökonomischen Lage sich auch auf die KfW substanziell auswirken werden. Bereits für das erste Quartal 2020 rechnet man im Konzern mit höheren Belastungen der Ertragslage.

Trotz des guten operativen Ergebnisses in Höhe von 300 Mio. Euro in den ersten beiden Monaten 2020 wird vor diesem Hintergrund für das erste Quartal mit einem Konzernergebnis in einer Bandbreite von -600 Mio. Euro bis -950 Mio. EUR gerechnet.

Zum Geschäftsbericht 2019

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here