Weitere BKA-Abteilung

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Im Bundeskriminalamt (BKA) existiert nun eine eigene Abteilung für den Kampf gegen Cyber-Kriminelle. Foto: BS/Richard Patterson, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Im Bundeskriminalamt (BKA) existiert seit Neuestem die Abteilung Cyber Crime. Darin soll die Bekämpfung von Kriminalität im und aus dem digitalen Raum gebündelt werden. Außerdem ist dadurch beabsichtigt, die Mitarbeiter weiter zu spezialisieren.

Das BKA blickt bei der Bekämpfung von Cyber-Kriminalität bereits auf eine langjährige Erfahrung zurück. Ihren Anfang nahm diese unter der Bezeichnung “Informations- und Kommunikationskriminalität” in einem kleinen Arbeitsbereich des Referates für Wirtschaftskriminalität der damaligen Abteilung Organisierte und Allgemeine Kriminalität (OA) Mitte der 1990er-Jahre. Nach einem kontinuierlichen Zuwachs an Aufgaben und Personal entstand im Jahr 2013 die Gruppe Cyber Crime, die mit über 100 Mitarbeitern in der Abteilung Schwere und Organisierte Kriminalität (SO) aufgebaut wurde.

Diese Gruppe bildet nun die personelle und fachliche Basis der neuen Abteilung, die in den nächsten Jahren schrittweise auf rund 280 Beschäftigte anwachsen soll. In der Abteilung sind Kriminalbeamte, Analysten und IT-Experten tätig. Abteilungsleiter wird Carsten Meywirth, der nach seiner Verwendung als Stabsleiter der Abteilung Informationstechnik (IT) die Gruppe Cyber Crime von November 2013 bis Mai 2016 leitete, und anschließend die Abteilung Zentrale Verwaltung für Baumaßnahmen, Liegenschaftsverwaltung und zentrale Services übernahm.

Verschiedene Aufgaben

Die neue Abteilung wird neben den klassischen Zentralstellenaufgaben wie der Koordinierung des internationalen Informationsaustausches die Analysekompetenz des BKA erweitern. Dies gilt etwa mit Blick auf neue Cyber Crime-Phänomene oder digitale Angriffsmuster. Aber auch Ermittlungen gegen kriminelle Akteure, Netzwerke und Strukturen sollen hier verstärkt

BKA-Präsident sagte anlässlich der Arbeitsaufnahme der neuen Abteilung: “Die Abhängigkeit unserer Gesellschaft von einer funktionsfähigen technischen Infrastruktur nimmt stetig zu.” Zugleich hätten es Straftäter noch immer vergleichsweise einfach, sich im Netz kriminelle Kompetenz einzukaufen, um ohne umfängliche technische Kenntnisse etwa die Webpräsenzen ganzer Unternehmen zu blockieren oder die Informationstechnik in Krankenhäusern und Verwaltungen anzugreifen. “Hier gilt es für uns, mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten und unsere Kompetenzen stetig fortzuentwickeln, um Straftaten im digitalen Raum schnell analysieren, wirkungsvoll bekämpfen und die Täter ihrer realen Verantwortung zuführen zu können.” Mit dem Aufbau der neuen Abteilung werde hierfür eine wichtige Grundlage geschaffen, “die nun mit Leben gefüllt werden muss”.

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