Massiver Rückgang

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Der CEO der Deutschen Flugsicherung (DFS), Prof. Klaus-Dieter Scheurle, berichtete von den Maßnahmen seines Unternehmens im Angesicht der Corona-Pandemie. (Foto: BS/DFS)

Der Flugverkehr ist in Deutschland in den ersten drei Monaten dieses Jahres angesichts der Corona-Krise massiv eingebrochen. So seien am 31. März im deutschen Luftraum nur noch 1.341 Flüge kontrolliert worden. Das entspräche einem Rückgang um 84,7 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Tag des Vorjahres, so Prof. Klaus-Dieter Scheurle, CEO der Deutschen Flugsicherung (DFS).

Er unterstreicht: “Einen solchen Einbruch hat es noch nie in der Geschichte der DFS gegeben.” Während sich der Rückgang an Frachtflughäfen wie Halle/Leipzig oder Köln/Bonn noch in Grenzen halte, sei der Verkehr an anderen Flughäfen so gut wie zum Erliegen gekommen. “Aufgrund der dramatisch gesunkenen Gebühreneinnahmen rechnet die DFS in diesem Jahr mit Mindereinnahmen von rund 500 Millionen Euro”, prognostizierte Scheurle.

Mit Blick auf die Corona-Pandemie, derzeit sind sechs DFS-Beschäftigte infiziert, wurde das operative Personal in den Kontrollzentralen und Towern auf das absolut notwendige Minimum reduziert. Die übrigen Aufgaben werden größtenteils im Homeoffice wahrgenommen. “Um dies zu ermöglichen, haben wir in kürzester Zeit die nötige IT-Infrastruktur geschaffen, um vielen hundert Mitarbeitern die Arbeit von zuhause aus zu ermöglichen”, so der DFS-CEO, der sein Unternehmen als Kritische Infrastruktur (KRITIS) des Bundes bezeichnete.  

Mit ihrem Tarifpartner, der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat die DFS einen Corona-Tarifvertrag vereinbart. Dessen Bestimmungen erlauben den Aufbau von bis zu 300 Stunden Minderarbeit. “Kurzarbeit oder gar betriebsbedingte Kündigungen sind bei uns kein Thema”, unterstrich Scheurle. Es seien jedoch einzelne Projekte verschoben worden.

Übrigens: Bis Ende März wurden der DFS von Piloten 23 Behinderungen durch Drohnen gemeldet.

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