Auch Bundeswehr setzt auf Homeoffice

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Auch bei der Bundeswehr wird derzeit möglichst stark auf die Arbeit von zuhause aus gesetzt. (Foto: Khairil Yusof, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Das Corona-Virus führt dazu, dass auch immer mehr Ämter und Kommandos der Bundeswehr dazu übergehen, Teile ihrer Mitarbeiter von zuhause aus arbeiten zu lassen und den Dienst vor Ort durch eine Kernmannschaft sicherzustellen. So wurde etwa im Kommando Heer in Strausberg jegliches nicht zwingend in der Dienststelle benötigtes Personal bis auf Weiteres ins Homeoffice geschickt. Diese Mitarbeiter dienen auch als Reserve für die Kernbesetzung im Kommando, sofern dort ein Infektionsfall auftreten sollte. Grund für diese Maßnahme war ein positiver Corona-Test im Kommando Heer, woraufhin der Betroffene sowie alle Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne geschickt wurden.

Im Amt für Heeresentwicklung sind nach Informationen des Behörden Spiegel alle Dezernate dauerhaft besetzt. Allerdings nur mit der Hälfte des normalerweise vorhandenen Personals. Die übrigen 50 Prozent befinden sich im Homeoffice. Bei Kampfeinheiten ist eine solche Aufteilung aus verständlichen Gründen nicht möglich.

Von der Luftwaffe hieß es, dass derzeit der Dienstbetrieb, unter Anwendung der Vorgaben und Empfehlungen des Sanitätsdienstes und des Robert Koch-Institutes (RKI), sichergestellt sei. Dazu gehöre auch, dass das Personal verstärkt auf Hygienemaßnahmen achte, Besprechungen in Videokonferenzen abgehalten würden und die Soldaten und zivilen Mitarbeiter disloziert arbeiteten. Zudem würden sie Abstand zueinander halten und wo immer möglich im Homeoffice agieren. Ungeachtet dessen könnten momentan alle an die Luftwaffe gestellten Aufträge erfüllt werden. Aus dem Marinekommando war zu vernehmen, dass auch dort Teile der Belegschaft ins Homeoffice geschickt wurden. Oftmals finde dabei ein regelmäßiger Wechsel mit jenen Beschäftigten statt, die weiterhin im Kommando tätig seien. Träten Corona-Verdachtsfälle auf Schiffen der Deutschen Marine auf, würde genauso verfahren wie an Land. Es fänden Tests und Isoliermaßnahmen statt, hieß es.

Auch der Sanitätsdienst der Bundeswehr handelt nach den RKI-Empfehlungen. Der Handlungsfokus liegt derzeit besonders auf der Schaffung von Beatmungskapazitäten für eine eventuell sprunghaft ansteigende Zahl entsprechend zu versorgender Patienten. Die notwendigen Kapazitäten werden an den Bundeswehrkrankenhäusern eingerichtet, um einer Überlastung der schon vorhandenen Strukturen vorzubeugen. Zudem wurden Reservisten aus den Bereichen (Intensiv-)pflege, Labormedizin und Notfallsanitätswesen kontaktiert. Bisher haben sich bereits Tausende Interessierte gemeldet. Darunter auch Ungediente, die an zivile Hilfsorganisationen weitervermittelt wurden.

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