Bremen beschließt Sofortprogramm für digitale Lehre

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Bremen wappnet sich: Für den Fall, dass sich die Corona-Krise bis in den Sommer hinziehen sollte, hat Bremens Wissenschaftssenatorin, Dr. Claudia Schilling, beschlossen, das Veranstaltungsangebot von Hochschulen samt Serviceleistungen für Studierende zu digitalisieren. (Foto: Senatspressestelle)

Bedingt durch die Corona-Pandemie ist an einen Präsenzbetrieb an deutschen Hochschulen derzeit nicht zu denken. Vielerorts will man für das anstehende Sommersemester daher auf digitale Kanäle ausweichen, doch sind die Kapazitäten oft nicht ausreichend. In Bremen soll sich das nun ändern. In seiner heutigen Sitzung hat der Senat der Hansestadt ein Sofortprogramm beschlossen, das umfängliche Digitalisierungsmaßnahmen vorsieht. Diese betreffen sowohl das Veranstaltungsangebot als auch Services für Studierende.

Mit dem Programm, das Zuwendungen in Höhe von vier Millionen Euro vorsieht, will der Senat möglichst das gesamte Veranstaltungsangebot seiner Hochschulen digitalisieren lassen. Betroffen sind auch Studierendenservices, die fortan im Netz angeboten werden sollen. “Die Mittel sollen den Hochschulen mit einer großen Flexibilität zum bedarfsgerechten Mitteleinsatz zur Verfügung gestellt werden”, so Bremens Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling. Dabei seien die umzusetzenden Projekte auf unmittelbare Effekte im Sommersemester 2020 gerichtet und schlössen nicht nur die Lehre einschließlich Prüfungserbringung ein, sondern auch die Promotionsbetreuung sowie die Erbringung grundlegender Dienstleistungen für Studierende und Doktoranden, erklärt Schilling. Durch die Maßnahmen werde man die digitalen Kapazitätsgrenzen, die infolge der Corona-Pandemie deutlich angewachsen seien, nach oben hin korrigieren. Gleichzeitig sei das Sofortprogramm auch als ein Beitrag zu verstehen, die Digitalisierung der Hochschullandschaft nachhaltig zu unterstützen, um in Zukunft gerüstet zu sein.

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